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Gößlow : Ein Traktor als „Bett im Kornfeld“

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Erntedankfest in Gößlow mit Umzug ab Lübbendorf / Hofscheune schon am Nachmittag gut besucht / Shantychor „Kielschweine“ sorgt für gute Laune

svz.de von
erstellt am 28.Sep.2014 | 22:02 Uhr

Ganz so viele Traktoren und Anhänger wie in den vergangenen Jahren waren beim diesjährigen Ernteumzug von Lübbendorf nach Gößlow nicht dabei. Dafür waren die landwirtschaftlichen Wagen aber genauso bunt geschmückt wie in den Jahren zuvor. Und zudem mit markanten Sprüchen versehen – so brachte Familie Juhls am Ende ihres Gefährts einfach das Schild „Ein Bett im Kornfeld“ an.

„Das ist ein guter Anstoß, im kommenden Jahr den Umzug unter ein Motto zu stellen, denn dann könnten auch die Fahrzeuge danach geschmückt werden“, sagt Heinz Hippmann, Ortsteilvorsteher von Lübbendorf. Er steht vor der Hofscheune in Gößlow, wo der Umzug endete und die Leute zur Musik des Lauenburger Shantychors „Kielschweine“ herzhaft mitschunkelten. „Wir sind schon in den vergangenen Jahren hier gewesen und die Scheune ist immer sehr gut geschmückt“, sagt Rudolf Stadler. Es ist toll, dass die Dorfbevölkerung solch eine Veranstaltung auf die Beine stellt, fügt Willy Fick hinzu. Er sei mit seiner Ehefrau Renate zum ersten Mal beim Gößlower Erntedankfest und sie kommen das nächste Mal wieder. „Man trifft hier viele Bekannte wieder“, sagt Renate Fick, die früher mal die Post ausgetragen hat. „Es ist wie eine große Familie hier“, meint Martina Stadler. Heinz Hippmann schaut sich in der liebevoll geschmückten Hofscheune um. Die Kaffeetische und -bänke sind so gut wie alle besetzt, auch der Kuchen, den die Frauen aus Neuenrode, Lübbendorf und Gößlow gebacken hatten, findet reißenden Absatz.

Ortsteilvorsteher Heinz Hippmann ist einer der Hauptorganisatoren des Erntedankfestes, hat vor mehreren Monaten das Thema bereits in der Ortsteilvertretung angestoßen. „Es findet dieses Jahr einen Monat später als gewöhnlich statt“, erläutert Heinz Hippmann. Deswegen seien auch einige Fahrzeuge von ortsansässigen Landwirten nicht mit von der Partie. „Sie sind gerade im Einsatz“, sagt der Ortsteilvorsteher. Nicht nur die Umzugsteilnehmer, auch einige Dorfbewohner bedauerten, dass nur wenige Einwohner am Straßenrand standen und winkten. Große Aufmerksamkeit hatte dagegen Oliver Meinke. Das Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr wurde am Sonnabend 30 Jahre alt und musste vor der Hofscheune Hobelspäne mit einem Quast wegfegen. „Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich fegen muss“, sagt Meinke. Der Quast sei wohl eine Anspielung auf seinen Beruf Maler gewesen, schmunzelt Meinke, der im Alter von zehn Jahren in die Feuerwehr eintrat. Auch die Lauenburger Kielschweine setzten für ihn zu einem „Hoch soll er leben“ an. Die gute Stimmung hielt auch in den Abendstunden an. Da legte DJ Sven Stöter beliebte Melodien auf, wozu die Menschen bis in die Morgenstunden tanzten.

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