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Rudolf-Tarnow-Schule Boizenburg : Ein Tag für Spiel und Spaß in der Gemeinschaft

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Ein Wandertag führte die 5b aus der Rudolf-Tarnow-Schule in Boizenburg in den Jugendclub am Bahnhof.

Die 5b hatte es gut. Sie musste an ihrem Wandertag am Mittwoch weder wandern noch Rad oder Kanu fahren, sondern durfte im Jugendclub am Bahnhof einfach nur spielen - Tischtennis, Tischkicker, Billard oder ganz klassisch „Stadt, Land“.

„Ich finde das wichtig für die Teambildung“, sagte Klassenlehrerin Katrin Timm, die den Beruf schon seit 25 Jahren ausübt. „Für mich als Lehrerin ist es immer sehr aufschlussreich, die Kinder mal in einer anderen Atmosphäre, außerhalb des Unterrichts zu erleben. Die 5b ist eine sehr lebhafte Gruppe, aber auch wissbegierig. Auf jeden Fall sind es sehr liebenswerte Kinder.“ So ein Tag wie dieser würde zwischen den Kindern eine Gemeinschaft herstellen, die in der heutigen Zeit selten geworden sei. „Wir haben uns früher als Kinder verabredet. Diese Kinder sind am Nachmittag doch eher vereinzelt und sitzen vor ihren Medien wie Computer, Playstation, Handy oder Fernseher. Das macht die Kinder nervös“, meint die Lehrerin. Außerdem würden die Kinder zu sehr von ihren Eltern beschützt. Die Eltern würden oft die Verabredungen für ihre Söhne und Töchter treffen und sie hin und her kutschieren. „Doch die wollen nicht so gepampert werden, die wollen selbstständig sein“, ist sich Katrin Timm sicher.

Auf Nachfrage bei den Kids ergibt sich ein etwas anderes Bild, zumindest bei den Mädchen. Lena und Anja z.B. sind Nachbarinnen und treffen sich oft am Nachmittag, um Trampolin zu springen oder irgend etwas anderes zusammen zu spielen. Larissa und eine Freundin fahren in ihrer Freizeit häufig hinterm Haus Quad, eine Mitschülerin beschäftigt sich viel mit ihrem Hund. „Wir würden gern auch sonst Tischtennis spielen“, sagen Nele und Emily. „Aber bei uns auf dem Schulhof gibt es keine Tischtennisplatte, auch nicht irgendwo in der Nähe. Bis hierher zum Jugendclub ist es von uns aus viel zu weit.“

Früher gab es überall Tischtennisplatten. Schade für die Kids von heute.

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