Hagenow : Ein Tänzchen mit dem Opa

Hans Peter Möller aus Valluhn war einer der ersten, der am Ende des ersten Durchganges der Jugendweihefeiern in Hagenow mit seiner Enkelin Johanna tanzte. Fotos: Tilo Röpcke
Hans Peter Möller aus Valluhn war einer der ersten, der am Ende des ersten Durchganges der Jugendweihefeiern in Hagenow mit seiner Enkelin Johanna tanzte. Fotos: Tilo Röpcke

Mit 188 Jungen und Mädchen, die an den Feierstunden in Hagenow teilnahmen, ist der Trend zur Jugendweihe ungebrochen

von
15. Mai 2017, 11:48 Uhr

Die eine oder andere Träne musste Irmtraut von Walsleben dann doch noch beim Auftakt der diesjährigen Jugendweihen in Hagenow verdrücken. „Als ich vor nunmehr dreiundzwanzig Jahren bei Jugendweihe Mecklenburg-Vorpommern e.V. anfing, wurde der von Tom Astor bekannte Titel ‚Flieg junger Adler’ gespielt. Bei meinem beruflichen Finale wünschte ich mir nun von Heinrich Ullrich eben diesen Titel, der mich mehr als zwei Jahrzehnte begleitete“, sagt am vergangenen Sonnabend eine sichtlich gerührte Irmtraut von Walsleben während des ersten von drei Durchgängen in der Hagenower Otto-Ibs-Halle. Doch nicht nur sie war dicht am Wasser gebaut, auch vor allem viele Mütter tupften sich vorsichtig mit dem Taschentuch die Augen, schließlich unternahmen ihre Kinder im Beisein von Freunden und Verwandten einen großen Schritt in Richtung des Erwachsenwerdens.

„Mit 188 Jungen und Mädchen, die an diesem Wochenende an den Feierstunden in Hagenow teilnehmen, ist der Trend an der Jugendweihe in Mecklenburg-Vorpommern ungebrochen“, freute sich Irmtraut von Walsleben, die ihre verantwortungsvolle Aufgabe zum 1. Oktober dieses Jahres an Annett Missiaen übergeben wird.

Letztere leitet zur Zeit noch den Jugendclub in Gallin, wird sich dann aber in Zukunft für die Jugendweihen im Bereich Hagenow, Boizenburg sowie Gadebusch verantwortlich fühlen. „Ich erinnere mich noch genau, als ich als Drittklässlerin meinem großen Bruder die Blumen im Rahmen seiner Jugendweihe überreichen durfte. Auch mein Vater engagierte sich unmittelbar nach der Wende für die Jugendweihe. Daher hatte ich schon immer eine besondere Beziehung zu dieser Veranstaltung“, erzählte Annett Missiaen unmittelbar vor Beginn des zweiten Durchganges.

Eine sehr erfrischende und auf die junge Generation zugeschnittene Festrede präsentierte am vergangenen Sonnabend Fanny Eidmann aus Hamburg. Die 21- jährige gebürtige Boizenburgerin forderte die Jungen und Mädchen unmissverständlich auf, sich mit Zuversicht und Optimismus auf den nicht immer leichten Weg des Erwachsenwerdens zu begeben. „Leben ist Reisen und umgekehrt Reisen ist Leben. Packt in euren Rucksack Selbstvertrauen, Individualismus, Ehrgeiz und die Fähigkeit den Moment zu genießen. Der Inhalt dieses Rucksacks ist tauglich für alle großen und kleinen Herausforderungen, die euch auf euren nächsten Reisen begegnen können“, sagte Fanny Eidmann an die festlich geschmückten und deutlich angespannten Jugendlichen gerichtet.

„Ich werde zunächst meine Aufgabe als diesjährige Festrednerin für Hagenow und Boizenburg genießen. Wie es dann im kommenden Jahr weitergeht, werde ich mir zu einem geeigneten Zeitpunkt überlegen“, erzählte die Studentin für Public Management in Hamburg im Gespräch mit SVZ. So wie in den Jahren zuvor auch, wurden die Feierstunden von den gewohnt mitreißenden Darbietungen des Hagenower Tanzstudios begleitet. Am Rande der diesjährigen Jugendweihen in Hagenow freute sich Waltraut Böttcher besonders über den fleißigen Hagenower Bauhof, der auch in diesem Jahr die großen Rabatten unmittelbar vor der Otto-Ibs-Halle mit leuchtend farbigen Stiefmütterchen bepflanzte.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen