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Hagenower Kreisblatt

24. November 2017 | 05:00 Uhr

Ein Störmanöver aus dem Nachbarlandkreis

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Mehrheit lehnte landesplanerische Feststellung ab / Lüneburg gab weiteres Gutachten in Auftrag

von
erstellt am 21.Jan.2015 | 11:12 Uhr

Der Landkreis Lüneburg hat vor kurzem ein weiteres Gutachten zum Bau eine Brücke zwischen Darchau und Neu Darchau in Auftrag gegeben. Es soll prüfen, ob die durch die Brückenpfeiler geänderten Strömungsverhältnisse einen gefährlichen Einfluss haben, wenn sich bei einem Winterhochwasser Eis auf der Elbe gebildet hat. Durch den geplanten Deichbau in Neu Darchau ist ja ein neuer Umstand hinzu gekommen, der die Verhältnisse an dieser Stelle verändert.

Der Landkreis hatte eigentlich das Raumordnungsverfahren mit der sogenannten landesplanerischen Feststellung abschließen wollen. Eigentlich. Doch dann kam kurz vor Weihnachten ein Störmanöver aus dem Kreistag von Lüchow-Dannenberg. Eine Mehrheit, die Gruppe X aus SPD, Grünen, FDP, Unabhängiger Wählergemeinschaft und Sozialökologischer Liste Wendland (SOLI) lehnte die landesplanerische Feststellung des Landkreises Lüneburg ab. Der Antrag wurde im Eilverfahren eingebracht.

Er bezog sich auf eine fachliche Stellungnahme der dortigen Kreisverwaltung zur landesplanerischen Feststellung und bot sich als Steilvorlage für die Teile der Politik im Kreistag von Lüchow-Dannenberg an, die nach wie vor eine Brücke bei Neu Darchau ablehnen.

In der fachlichen Stellungnahme wird festgestellt, dass die Risiken bei einem Winterhochwasser mit Eisgang nicht abzuschätzen sind und dass sich ein Brückenbau an dieser Stelle eigentlich verbietet. Der Landkreis Lüneburg könnte sich in Ruhe zurücklehnen und die Einwände „wegwägen“. In einer Brückenvereinbarung zwischen Lüneburg und Lüchow-Dannenberg ist festgelegt, dass Lüneburg plant und alleiniger Herr des Verfahrens ist. Aber man nimmt die fachliche Stellungnahme ernst. „Wir können nicht sagen, ob die Pfeiler eine bedeutsame Auswirkung haben oder nicht“, so Erster Kreisrat Jürgen Krumböhmer.

In der fachlichen Stellungnahme spielt die Brücke in Dömitz als Beispiel keine Rolle. Vielleicht, weil es hier in den vergangenen 22 Jahren keine Probleme mit Eisversatz gegeben hat.

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