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Unterwegs in Sachen Demokratie : Ein starkes Signal für mehr Toleranz

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Mehr als 200 Motorradfahrer auf großer Polittour durch den Landkreis / Nachdenkliche Rast an Wöbbeliner Gedenkstätte

von
erstellt am 10.Mai.2015 | 08:36 Uhr

Kranzniederlegungen und Gedenken an die Opfer von Krieg und Vertreibung gab es in diesen Tagen viele. Doch die Truppe von fast 300 Leuten, die sich da am vergangenen Sonnabend vor der Gedenkstätte des ehemaligen KZ-Außenlagers in Wöbbelin versammelte, die war schon außergewöhnlich. In Lederkluft, teils in Regensachen, die Helme in der Hand und in Motorradstiefeln standen die Fahrer stumm, um sich der Opfer zu erinnern. Ramona Ramsenthaler fand in ihrem kurzen Vortrag eindrucksvolle Worte, um an die besondere Tragik des Außenlagers des KZ Neuengamme zu erinnern. Während Auschwitz schon befreit war, wurde Wöbbelin erst aufgebaut, wurde sinnlos weitergestorben.

Begonnen hatte die 15.Auflage „Sternfahrt für Demokratie und Tolernz“ kurz zuvor am Ludwigsluster Lindencenter. Wobei Rundtour eigentlich der richtigere Begriff gewesen wäre. Unter der Führung von Landrat Rolf Christiansen, der im Trike vornweg fuhr, versammelte sich Motorradfahrer aus dem ganzen Kreis, der Region sowie aus der Partnerkreis Borken, um auf besondere Art zu werben. Aufmerksamkeit erregte die Kolonne unterwegs fast in jedem Dorf oder in jeder Stadt, dafür war das Dröhnen der Motoren unüberhörbar.

Wie immer gut organisiert und durch die begleitenden Polizeistreifen geradezu vorbildlich abgesichert machte sich der Troß über die Lewitz auf in die verregnete Landeshauptstadt. Nach langer Pause und mit abtrocknenden Straßen zog der Pulk weiter über Gadebusch, Kneese in Richtung Zarrentin. Unterwegs konnte der Landrat so eines der wichtigsten Bauprojekte, die Kreisstraße 10, persönlich in Augenschein. Nach der Begrüßung durch die komplette politische Führung Zarrentins am Kloster und einer Rast machte sich der Konvoi, der unterwegs kaum Mitstreiter verlor, weiter auf nach Wittenburg und schließlich Hagenow. Für alle Teilnehmer waren beschwerliche und schöne 170 Kilometer, vor allem aber war es ein unüberhörbares Signal im Kreis für mehr Toleranz im gemeinsamen Zusammenleben.

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