Redefin : Ein Rendezvous mit „Sven“

Züchter Martin Häusler aus Schwechow mit seinem „Sven“, der in Redefin außerhalb der Wertung startete.
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Züchter Martin Häusler aus Schwechow mit seinem „Sven“, der in Redefin außerhalb der Wertung startete.

Aus Rassetauben können zum Haustier werden / Regionalle Ausstellung in Redefin gestern erfolgreich beendet

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02. November 2014, 14:30 Uhr

„Sven“ gehorcht seinem Herrchen Martin Häusler aus Schwechow aufs Wort. Er ist zutraulich, nimmt Futter aus der Hand, fliegt nicht weg und geht auch wieder brav allein zurück in seine Voliere. „Sven“ ist ein Täuberich, konkret ein „Marchenero Kröpfer“ in der Farbe „Qualmond“. Das Tier gehörte zu den fast 600 zum Teil sehr exotischen Exemplaren, die in den vergangenen Tagen in Redefin gezeigt wurden.

Die Ausstellung ging gestern Nachmittag bei gutem Erfolg und mehr als 200 Besuchern zu Ende und wurde vom Westmecklenburger Rassetaubenclub veranstaltet. Allein die Tatsache, dass es bereits die 22. Schau dieser Art war, beweist den Erfolg der Vereinsarbeit. Doch der Club ist längst nicht mehr nur auf die direkte Hagenower Umgebung begrenzt, es gibt inzwischen auch ganz selbstverständlich Mitglieder aus anderen Bundesländern im Verein. Und die Schau im Redefiner Landgasthaus Schwedt gehört zu den wichtigsten im norddeutschen Bereich. Davon ist jedenfalls Vereinsmitglied Horst Trottner (63) total überzeugt. „Mir haben viele Besucher gesagt, dass sie hier in Redefin eine der am schönsten dekorierten Schauen in ganz Mecklenburg-Vorpommern gesehen haben.“

In der Tat war und ist der Aufwand, der hier ehrenamtlich getrieben wird, beachtlich. Denn schon Tage vorher muss die Ausstellung mit den vielen Hundert Käfigen aufgebaut und betreut werden. Bereits am vergangenen Donnerstag hatten sieben Preisrichter jedes der ausgestellten Tiere ausgiebig begutachtet. Am Ende gab in 16 Fällen die Note „Vorzüglich“, die Höchstwertung. In gleich fünf Fällen konnte sich der Zarrentiner Benjamin Trottner über diese Auszeichnung für die von ihm gezüchteten Tiere freuen. Der junge Züchter absolvierte in Redefin zugleich eine von drei Prüfungen zum Preisrichter.

Stabile Nachwuchsarbeit ist dem Verein wichtig, bestätigt auch Vereinsvorsitzender Manfred Schell, der gestern vor Müdigkeit kaum noch aus den Augen gucken konnte. Schell ist stolz darauf, in seinem 30-köpfigen Verein auch noch viele Züchter zu haben, die mitten im Leben stehen.

Und dazu junge Leute wie den Ver- und Entsorger Martin Häusler. Sein „Sven“ startete außerhalb der Wertung. „Macht gar nichts“, erzählte er gestern, „die Tiere machen auch so Spaß. Zu dieser Rasse kann man eine richtige Beziehung aufbauen. Da wird man extra begrüßt, wenn man die Voliere betritt und manches Mal hört er aufs Wort.“ Und in einigen Fällen lohnt sich die Mühe auch finanziell. Für gute Tauben kann man auch schon mal vierstellige Summen erzielen. Wenn man den die lieb gewordenen Tiere denn verkaufen will.

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