Wittenburg : Ein Park für alle Generationen

Eine glückliche Bürgermeisterin Margret Seemann mit der Tafel, die bald am Schäferbruch aufgestellt werden soll.
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Eine glückliche Bürgermeisterin Margret Seemann mit der Tafel, die bald am Schäferbruch aufgestellt werden soll.

Leader-Gruppe Mecklenburger Schaalseeregion fördert Wittenburger Projekt „Park-Erweckung Schäferbruch“ mit 445 000 Euro

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11. Oktober 2019, 05:00 Uhr

Das Anliegen sei eigentlich nicht so umfangreich gewesen. Ursprünglich sollte nur der Pavillon im Wittenburger Schäferbruch saniert werden. „Deshalb sind wir auf die Ortshandwerkerschaft zugegangen und haben angefragt, ob sie helfen würde“, sagt Bürgermeisterin Margret Seemann. Diese habe sich dann zwar bereit erklärt, sei allerdings auch auf die Idee gekommen, dass es ein Gesamtkonzept für die größte Grünanlage der Stadt geben müsse.

„Wir wollen den Schäferbruch nun in einen Mehrgenerationenpark umgestalten. Er muss komplett überarbeitet werden, sein ursprünglicher Parkcharakter soll aber erhalten bleiben“, erklärt die Bürgermeisterin. Nach einem Blick in die Stadtkasse war aber schnell klar: Ohne Fördermittel bleibt das Projekt ein Wunschtraum, und dass es Fördermittel gibt, war lange unklar.

„Wir erstellen Prioritätenlisten und der Schäferbruch ist bei uns im vergangenen Jahr auf Platz sechs gelandet. Da ein anderes Projekt mittlerweile zurückgezogen wurde und unser Budget noch ausreichend ist, profitiert nun Wittenburg“, erklärt Madeleine Kusche von der Lokalen Aktionsgruppe Mecklenburger Schaalseeregion, die in Westmecklenburg die Verteilung europäischer Fördermittel aus dem Leader-Maßnahmenprogramm koordiniert. Am gestrigen Donnerstag überreichte sie im Rathaus einen Fördermittelbescheid über rund 445 000 Euro an die Stadt Wittenburg, die ihrerseits 94 000 Euro zum Projekt zusteuert, und sorgte damit nicht nur bei der Bürgermeisterin für ein Lächeln. „Unsere absolute Obergrenze liegt bei 500 000 Euro Förderung für ein Projekt. Der Schäferbruch ist also eines der höchstgeförderten Vorhaben der vergangenen Jahre“, so Madeleine Kusche.

Dass Wittenburg so eine hohe Summe erhält, liege auch am Vorgehen der Stadt. „Die Wiederbelebung von Parkanlagen scheint im Moment in der gesamten Region ein Thema zu sein. Wir fördern im kleineren Rahmen aktuell ähnliche Vorhaben in Mühlen Eichsen und Klein Trebbow. Wittenburg hat bei uns aber vor allem damit gepunktet, dass die Bürger von Anfang an mit einbezogen wurden“, erklärt Madeleine Kusche. Hier seien die Interessen der Einwohner besonders berücksichtigt worden.

Tatsächlich stammen die Vorschläge für die Umgestaltung der Grünanlage aus Ideenwerkstätten und Workshops, an denen sich Kinder, Jugendliche, Vereine und ältere Einwohner beteiligten. „Das Zutun der Bürger hat uns sehr geholfen, auch bei der Fördermittelvergabe“, sagt Mathias Gugala, Mitglied im städtischen Bauausschuss. „Seit dem Frühjahr 2018 haben wir uns mit dem Schäferbruch beschäftigt. In den Workshops haben sich viele Bürger Gedanken gemacht und die Jugendlichen haben sogar ein Modell gebaut, wie sie sich eine Skaterbahn vorstellen.“

Letztere hat unter anderem zusammen mit einer Seilbahn und einem Kletterpark einen Platz im Gesamtkonzept gefunden. Daneben sollen bis November 2020 die Wege instand gesetzt, neue Bänke und Lampen im Park installiert sowie selbstverständlich der Pavillon saniert werden. Spätestens Anfang kommenden Jahres, heißt es von der Stadtverwaltung, sollen die Arbeiten im Schäferbruch beginnen.

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