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Reformationstag auf der A 24 : Ein nicht ganz normaler Tag

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Reformationstag auf der A 24: Die Zeiten der großen Einkaufswelle in den Westen sind vorbei

von
erstellt am 31.Okt.2014 | 15:29 Uhr

Weniger Lkw, kaum Veränderungen bei den Pkw und stabil hohes Verkehrsaufkommen, das war die Lage am gestrigen Reformationstag auf der A 24. Für die Autobahnpolizei war es ohnehin ein ganz normaler Tag mit den üblichen Schichten. Trotzdem stellt der Feiertag, der für Mecklenburg-Vorpommern aber auch für Brandenburg gilt, die Polizei vor besondere Aufgaben. „Nicht jeder Lkw darf an diesem Tag fahren“, weiß der Leiter des Autobahnverkehrspolizeireviers Stolpe, Dietmar Vorbeck. „Fahrzeuge, die in Berlin starten und Hamburg als Ziel haben, dürfen fahren. Fahrten mit Ziel in MV sind nicht erlaubt“, weiß der erfahrene Polizist. Seine Beamten könnten diese Verbote jedoch nur bei Stichproben kontrollieren. Die A 24 sei zudem für ihren hohen Anteil an Durchreiseverkehr bekannt. Das bestätigten gestern auch Polizeiobermeister Jan Weigelt und Polizeimeister Sven Zeuschner, die als Streife auf der A 24 gestern unterwegs waren. Es sei etwas weniger los gewesen als zu normalen Tagen vor allem im Lkw-Bereich. Doch von einer Einkaufswelle in Richtung westliche Bundesländer könne man nicht berichten.

„Das hat es vor allem in den Jahren nach der Wende ziemlich stark gegeben. Inzwischen gibt es auch bei uns zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, es verteilt sich besser“, weiß der Autobahnchef Vorbeck. Zu seinem Autobahnpolizeirevier gehören derzeit 61 Mann. Das Revier unterhält auch Spezialisten für die Verkehrsüberwachung.

Nicht nur für die Polizei auch für tausende Tagespendler in Richtung Hamburg und Schleswig-Holstein war der gestrige Tag ein ganz normaler Arbeitstag. Das galt aber nicht für die heimischen Handwerker, die z. B. in Hamburg eine Baustelle haben. Sie mussten sich an den Feiertag halten. Feierabend ist auch, wenn z. B. Hamburg ein Feiertag hätte, den MV nicht hat. Auch dann dürfte der Mecklenburger Handwerker in der Hansestadt nicht arbeiten.

Einfacher wird es wohl 2017, dem 500. Jubiläumsjahr der Reformation. Dann wollen alle Bundesländer zumindest einmal diesen Feiertag begehen. Dann wären auch die Regeln einfacher.

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