Jürgen Baumgarten : Ein Mann der großen Sprünge

„Der Motorsport war mein Sprungbrett zum beruflichen Erfolg. Und das im wahrsten Sinne des Wortes“, gesteht Jürgen Baumgarten, der 1995 in Wittenburg seine geschäftliche Heimat gefunden hat.  Fotos: Thorsten Meier
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„Der Motorsport war mein Sprungbrett zum beruflichen Erfolg. Und das im wahrsten Sinne des Wortes“, gesteht Jürgen Baumgarten, der 1995 in Wittenburg seine geschäftliche Heimat gefunden hat. Fotos: Thorsten Meier

Vom Motorrad-Artisten, Rennfahrer und Stuntman zum erfolgreichen Unternehmer: Jürgen Baumgarten macht es in Wittenburg vor

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23. November 2014, 15:43 Uhr

„Große Sprünge waren und sind schon immer mein Ding gewesen, sportlich wie beruflich“, bekennt freimütig Jürgen Baumgarten, in den achziger Jahren Motorrad-Artist, Rennfahrer und Stuntman. Für spektakuläre Aktionen ist der 65-Jährige bekannt - ein Mann ohne Nerven, wie es scheint. Mit seinen Höchstleistungen raste er ins Guinness-Buch der Rekorde,  sammelte Weltrekorde, wie andere Briefmarken. Beispielsweise 1976 mit einem Zweirad-Flug über den Elbe-Lübeck-Kanal von sage und schreibe 64,80 Metern.

Hier auf Youtube:

Welterster Motorradsprung von Skischanze
Oder mit dem weltersten Motorradsprung 12 Jahre später von der Olympia-Skischanze in Innsbruck. 24 Autos zu überspringen, bereiteten dem gebürtigen Möllner ebenfalls kein Kopfzerbrechen.

„Der Motorsport war mein Sprungbrett zum beruflichen Erfolg. Und das im wahrsten Sinne des Wortes“, gesteht Baumgarten, der  1995 in Wittenburg seine geschäftliche Heimat gefunden hat. Dank seiner Initiative  werden heute von dem einst rund 85 000 Quadratmeter großen ehemaligen KfL-Gelände  etwa 30 000 Quadratmeter genutzt, von insgesamt fünf Firmen. 22 Mitarbeiter stehen  so in Lohn und Brot.

„Es war definitiv eine innerstädtische Müllhalde. Wir haben für ungefähr 60 000 Euro erst mal alle Hinterlassenschaften entsorgen müssen. Der Insolvenzverwalter hat damals nämlich Entscheidungen getroffen, die teilweise fast grenzwertig waren“, erinnert sich der Unternehmer, der 14 Mitarbeiter beschäftigt, an die Anfänge. Da er von 1990 bis 1996 weltweit für Castrol gearbeitet habe, sei es naheliegend gewesen, auch selbst etwas mit Öl und anderen Schmierstoffen auf die Beine zu stellen.

„Man braucht dafür einen guten Namen. So habe ich mir die drei Marken JB Oil, Germanol und JB German Oil weltweit  schützen lassen. Letzteres ist meine Premium-Marke. Damit habe ich aufs richtige Pferd gesetzt. Mittlerweile sind meine Produkte in 42 Ländern vertreten, neuerdings auch in Indien“, berichtet der Geschäftsmann mit einem gewissen Stolz in der Stimme.

 „Unser Portfolio reicht von Motoren- und Getriebeölen über Hydraulikflüssigkeiten, Fetten, hochwertigen Zweirad- und Serviceprodukten bis hin zur Winterchemie“, erzählt Baumgarten weiter. Sein 1997 gegründetes Unternehmen  gehört als Beteiligungsgesellschaft der Hamburger Petronord Energie- und Wärmekonzepte GmbH zur international operierenden Marquard & Bahls AG, die seit mehr als 60 Jahren mit weltweit über 4100 Mitarbeitern sehr erfolgreich im internationalen Mineralöl- und Energiegeschäft tätig ist.

 Man müsse sich in der Branche durchbeißen, das habe er in seinen Motorsport-Jahren gelernt, bekräftigt Baumgarten, der auch Mitglied ist in den Motorsportclubs Vellahn und Lübtheen. „Ich versuche den Sport, und besonders den Nachwuchssport zu unterstützen, wo ich kann.“

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