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Hagenower Kreisblatt

24. November 2017 | 17:58 Uhr

Wittenburg : Ein Liebäugeln mit der Windkraft

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Mehrheit im Wittenburger Stadtparlament spricht sich für ein Prüfen der Machbarkeit aus/ Stadt könnte viel Geld Euro verdienen

von
erstellt am 28.Mai.2015 | 15:49 Uhr

Sollen sich möglicherweise auf stadteigenen Flächen zukünftig Windräder drehen? Dies zu prüfen, wurde mehrheitlich auf der Stadtvertretung am Mittwoch Abend mit Ja beantwortet. Zehn Mandatsträger stimmten zu, sechs enthielten sich der Stimme und zwei votierten mit Nein.

Zuvor hatte die abendliche Runde im Rathaus aufmerksam den Ausführungen von Thomas Pätzold, Mitglied des Wemag-Vorstandes, zur Teilfortschreibung des Regionalen Raumentwicklungsprogrammes Westmecklenburg gelauscht. Pätzold sprach von sieben Windrädern, die auf stadteigenen Flächen aufgestellt werden könnten. Bürgermeisterin Dr. Margret Seemann betonte mehrfach, dass nach derzeitigem Stand keine Windenergie in der Region Wittenburg angesiedelt werden solle.

Hintergrund: Am 24. Februar hatte die Verbandsversammlung des Regionalen Planungsverbandes Westmecklenburg beschlossen, eine gemeindliche informelle Vorabbeteiligung zur Teilfortschreibung des Regionalen Raumentwicklungsprogramms Westmecklenburg zur Energie durchzuführen. Nach Auswertung der kommunalen Stellungnahmen und unter Berücksichtigung der harten und weichen Abstandskriterien zur Entwicklung eines schlüssigen, gesamträumlichen Planungskonzeptes zur Ausweisung von Windeignungsgebieten wird der Regionale Planungsverband nun ein zweistufiges Beteiligungsverfahren einleiten. Die Stadt Wittenburg war aufgefordert, bis zum 30. Mai dieses Jahres Stellung zu nehmen.

Die naturwind schwerin gmbh plant gemeinsam mit der mea, einem Tochterunternehmen des regionalen Energieversorgungsunternehmen Wemag AG, die Errichtung von sieben Windenergieanlagen auf zum Teil städtischen Flächen östlich von Lehsen im Jahr 2017. Für die Stadt und ihre Bürger soll eine wirtschaftliche Teilhabe am Projekt gesichert werden. Weiterhin ist im Konzept u.a. eine Beteiligung der Evangelischen Kirche vorgesehen.

Neben einer direkten Beteiligung von Wittenburg am Windparkprojekt von bis zu 33 Prozent besteht im Besonderen eine Wertschöpfungsmöglichkeit aus der Verpachtung gemeindeeigener Flächen für den Betrieb von Windenergieanlagen.

„Die Stadt könnte in 20 Jahren rund 5,3 Milliarden Euro an Ausschüttungen verdienen“, rechnete Pätzold vor. Die Vorhabenträger verweisen dazu auf das Kommunal-und Bürgerwindparkprojekt Alt Zachun als Referenz. Für die Nutzung der städtischen Grundstücke innerhalb der Windparkfläche wurden der Stadt Nutzungsverträge zur Prüfung vorgelegt. Hinsichtlich etwaiger Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen können seitens der Stadt Wittenburg Vorschläge unterbreitet werden.

Den kompletten Beitrag finden Sie im e-paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Freitag.

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