Frivole Kunst in Wittenburg : Ein Hauch von Nichts als erotische Vernissage

<strong>Heute von 17 bis 20 Uhr zeigt Tanja Maisel</strong> in ihrem Unterwäsche- und Dessous-Geschäft in der Großen Straße 44 in Wittenburg etwa 20 frivole Malereien des amerikanischen Pin-up-Künstlers Hugh Owen Porter aus Scharbow. <foto>Foto: Thorsten Meier</foto>
Heute von 17 bis 20 Uhr zeigt Tanja Maisel in ihrem Unterwäsche- und Dessous-Geschäft in der Großen Straße 44 in Wittenburg etwa 20 frivole Malereien des amerikanischen Pin-up-Künstlers Hugh Owen Porter aus Scharbow. Foto: Thorsten Meier

Liebhaber der erotischen Kunst können sich freuen. Freitag von 17 bis 20 Uhr zeigt Tanja Maisel in ihrem Unterwäsche- und Dessous-Geschäft frivole Malereien des amerikanischen Pin-up-Künstlers Hugh Owen Porter.

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28. Juni 2012, 05:43 Uhr

Wittenburg | Liebhaber der erotischen Kunst können sich freuen. Freitag von 17 bis 20 Uhr zeigt Tanja Maisel in ihrem Unterwäsche- und Dessous-Geschäft in der Großen Straße 44 etwa 20 frivole Malereien des amerikanischen Pin-up-Künstlers Hugh Owen Porter, der in Scharbow lebt und arbeitet.

"Beim Musikfestival in Wittenburg hatte er schon einen Feuerengel und ein Tigermädchen bemalt und ich habe sie mit sinnlicher Unterwäsche ausgestattet. So kamen wir auf die Idee, Malerei und Dessous miteinander zu verbinden. Ganz unter dem Motto der Vernissage: Ein Hauch von Nichts. Wir wollen die Sinnlichkeit ansprechen", erzählt die 36-Jährige, die seit 2004 in Drönnewitz lebt und seit April dieses Jahres ihr Geschäft "senSinnity" betreibt. "Unterwäsche hat was mit Verführung zu tun", weiß die im Schwarzwald in Stühlingen Geborene. Zusammen mit ihrem Lebensgefährten Ricardo Maisel hat sie die Räumlichkeiten in dem alten Haus hergerichtet. Die Fußböden wurden in Eigenleistung neu gemacht, die Wände und Decken saniert. "Wir haben vier Wochen nach der Arbeit auf den Knien gelegen, nächtelang. Selbst das Osterfest ist dabei draufgegangen. Aber jetzt kann sich das kleine Geschäft wirklich sehen lassen", berichtet der 37-Jährige stolz, dessen Wiege einst in Raguth stand.

Entstanden ist die Geschäftsidee aus den sogenannten Dessous-Partys. "Die Nachfrage war sehr groß. Besonders im Zarrentiner Bereich bin ich oft gebucht worden. Junge Frauen ab 25 Jahre aufwärts kommen gerne, um sich von mir in punkto Unterwäsche, ob für den Alltag oder die verführerischen Momente, beraten zu lassen", erklärt Tanja Maisel, die bestätigt, dass der Pin-up-Künstler heute Abend ebenfalls anwesend sei.

Porter wurde übrigens am 27. Juni 1967 in Toronto, Kanada, geboren. Im Alter von sechs Jahren zogen er und seine Familie nach Deutschland. Nach seinem Schulabschluss von der Internationalen Schule in Hamburg 1986 lebte er ein Jahr lang in Washington D.C. bevor er nach Guelph in Kanada zog und dort zweieinhalb Jahre lang Kunstgeschichte studierte. 1990 kehrte er zurück nach Deutschland und lebte einige Jahre in Hamburg, wo er seine Frau kennen lernte. Heute wohnt er mit seiner Frau in dem kleinen Dorf Scharbow, kurz vor Wittenburg. Schon in der Schule begeisterte er sich für die Fantasy Künstler. An der Universität fühlte er sich dann von den Surrealisten magisch angezogen. Im Jahre 2000 kam ihm ein Bildband von Olivia de Berardinis in die Finger, das einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen sollte. Seit dem hat er sich viel mit der Pin-Up Tradition von den 1930ern bis heute beschäftigt und sich dabei mit der Darstellung des Menschlichen, zugegeben meist weiblichen, Körpers auseinandergesetzt. Besonders das Gesicht eines Menschen mit seinen komplexen Ausdrucksmöglichkeiten ist eine künstlerische Herausforderung, der sich Hugh Owen Porter immer wieder gerne stellt. Doch machen Sie sich doch heute einfach selbst ein Bild.

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