Ein feines, kleines Haus in der Stadt

Staatssekretär Nikolaus Voss(r.) mit Klinikgeschäftsführer Thomas Bürger (m.) und dem Ärztlichen Direktor Dr. Manfred Müller bei der Begehung der KMG-Klinik.
Staatssekretär Nikolaus Voss(r.) mit Klinikgeschäftsführer Thomas Bürger (m.) und dem Ärztlichen Direktor Dr. Manfred Müller bei der Begehung der KMG-Klinik.

Boizenburger Krankenhaus blickt optimistisch in die Zukunft / Hoher Besuch aus dem Schweriner Ministerium

svz.de von
11. September 2015, 18:44 Uhr

In dieser Woche besuchte Nikolaus Voss, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales Mecklenburg-Vorpommern, die KMG Klinik Boizenburg und informierte sich über die regionale medizinische Versorgung. Auf die Frage, ob dieser Besuch mit der Bewerbung Boizenburgs als Mittelzentrum zu tun habe, meinte der Staatssekretär: „Nein. Ich habe bisher alle Kliniken im Land besucht, die Klinik hier in Boizenburg ist die einzige, die ich bisher noch nicht gesehen habe.“ Er zeigte sich sehr angetan von dem kleinen und modernen Krankenhaus. „Kleine Krankenhäuser sind wichtig als Anker der regionalen medizinischen Versorgung, gerade auch in der Verzahnung mit dem ambulanten Bereich“, sagte er bei seinem Treffen mit dem seit Januar amtierenden Klinikgeschäftsführer Thomas Bürger und dem langjährigen Ärztlichen Direktor Dr. Manfred Müller.

Bürger berichtete von der Arbeit des Krankenhauses. „In einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern ist es wichtig, dass die Menschen wohnortnah medizinisch versorgt werden. Das leisten wir hier in Boizenburg in einer modern ausgestatten Klinik mit hochqualifiziertem Personal auf hohem Niveau. Bei unserer Arbeit legen wir Wert auf eine freundliche und familiäre Atmosphäre “.

Bürger informierte auch über die aus verschiedenen Gründen steigende Zahl von Notarzteinsätzen, für die die Klinik die Ärzte zur Verfügung stellt. Auch deshalb sei das Krankenhaus als Standort wichtig. Wegen kardiologischer Probleme kämen Patienten auch aus Schleswig-Holstein oder Niedersachsen in die Klinik, hier kooperiert das Krankenhaus seit Jahren erfolgreich mit einem Partner in Hamburg. Für orthopädische Fälle arbeitet regelmäßig ein Arzt aus Lüneburg im Haus.

„Wir haben allerdings auch noch Entwicklungsbedarf, vor allem im orthopädischen und unfallchirurgischen Bereich“, gab Dr. Manfred Müller zu. „Doch erst einmal sind wir froh, dass wir das mit KMG so gut hinbekommen haben.“

Der erfolgreiche Gesundheitskonzern KMG mit sechs Akutkliniken, drei Rehabilitationskliniken und zehn Seniorenheimen ist seit letztem Jahr Betreiber des Boizenburger Krankenhauses, mittlerweile der fünfte. „Wir konnten uns aber aussuchen, mit wem wir zusammen arbeiten wollen“, erklärte Müller, „wir hatten 20 Bewerber.“

Die Klinik Boizenburg behandelt im Jahr circa 2  400 Patienten stationär und rund 2  200 Patienten ambulant. Das Leistungsspektrum der elf Ärzte umfasst die Innere Medizin, die Allgemein-, Viszeral- und Unfallchirurgie sowie die Orthopädie und Anästhesiologie. Darüber hinaus ist eine internistische und chirurgische Sprechstunde für die ambulante Versorgung eingerichtet. Das seit 1997 bestehende Boizenburger Krankenhaus verfügt in seinem Ende 1999 in Betrieb gegangenen Neubau über 48 Betten und vier interdisziplinäre Wachbetten. Das Klinikum ist assoziiertes Mitglied des Universitären Herz- und Gefäßzentrums Hamburg.

Am Rande teilte Voss mit, dass sich gerade drei Ärzteteams eines Uniklinikums darauf vorbereiten, die medizinische Arbeit für die Flüchtlinge der Erstaufnahmeeinrichtung in Horst zu unterstützen. Auch inzwischen pensionierte Ärzte werden um Hilfe gebeten.

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