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Hagenower Kreisblatt

19. November 2017 | 09:57 Uhr

Verkehr : Ein Entgegenkommen für Pendler

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Mitfahrerparkplatz an der A 24 bei Zarrentin nach zweimonatiger Bauzeit freigegeben.

svz.de von
erstellt am 26.Mai.2015 | 16:39 Uhr

Mecklenburg-Vorpommerns zweiter Pendlerparkplatz ist am Dienstag nach nur zweimonatiger Bauzeit an der Anschlussstelle Zarrentin der A 24  seiner Bestimmung übergeben worden. Verkehrsminister Christian Pegel, der Stellvertreter des  Landrats, Günter Matschoß, und der Vorsteher des Amtes Zarrentin, Marko Schilling, gaben das  im offiziellen Sprachgebrauch als Mitfahrerparkplatz bezeichnete Areal frei. 

An der Bundesstraße 195 entstanden insgesamt 120 Stellplätze für Pkw und Kleinbusse sowie drei Stellplätze für Motorräder und sechs für Fahrräder.  Vier Autostellplätze sind behindertengerecht angelegt. Der Parkplatz besteht aus einer sechs Meter breiten Fahrgasse in Asphaltbauweise, die sogenannten Parkstände wurden mit Rasengittersteinen befestigt. Von und auf die B 195 führt eine  Abbiegespur. Die Kosten  für das Vorhaben lagen laut Schweriner Verkehrsministerium bei  etwa 226 000 Euro. Die  Finanzierung übernahm der Bund.  Ein ähnlicher Parkplatz wurde bereits am Autobahnzubringer der A 24 in Bandenitz errichtet.

Verkehrsminister Pegel stellte klar, dass das Land mit derartigen Parkplätzen nicht noch mehr Arbeitskräfte zu einer Tätigkeit außerhalb ermuntern will. Mit solchen Bauprojekten würden lediglich Realitäten anerkannt, dass sich täglich viele Menschen mit dem Auto auf dem Weg zur Arbeit machen müssten, sagte er.  Für die vielen Pendler, die in der Umgebung wohnen und sich morgens zu Fahrgemeinschaften treffen, um aus Sparsamkeitsgründen zusammen zur Arbeit zu fahren, soll es Pegel zufolge mit dem  Parkplatz  nun einfacher werden, das Verkehrsmittel zu wechseln.  Mit den Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Motorräder sollen zudem Anreize geschaffen werden, auch andere Transportmittel zu nutzen.

Die Zahl der  Pendler im  Landkreis Ludwigslust-Parchim beläuft sich den Angaben von Landrat-Vize Günter Matschoß zufolge  jeden  Tag auf ungefähr  16 000. Knapp 14 000 davon sind nach Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg und zurück unterwegs.

 Pegel und Amtsvorsteher Schilling hoffen  darauf, dass der neue Parkplatz  gut angenommen wird und damit sogenannte wilde Parkflächen der Vergangenheit angehören.  Schilling, der auch Bürgermeister der Gemeinde Lüttow-Valluhn ist,  berichtete    von Klagen der Anwohner über das illegale Parken entlang der Gemeindestraße.

Der stellvertretende Leiter des Schweriner Straßenbauamtes, Wilfried Schubert, betonte die hohe wirtschaftspolitische Bedeutung des Pendlerparkplatzes. Er dankte den am Entstehen Beteiligten, wie Baufirma, Ingenieur- und Planungsbüro sowie seinen Behördenkollegen. Für   den Unterhalt der Fläche sind nach seinen Angaben jetzt die Autobahnmeisterei Hagenow und die Straßenmeisterei Gadebusch zuständig.

Laut Ressortchef  Pegel laufen derzeit keine Planungen für weitere Pendlerparkplätze im Land. Man würde aber ausgewählte Orte   an den Autobahnen im Land weiter im Blick behalten, um mögliche Erfordernisse zu erkennen.

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