25 Jahre Mauerfall : Ein Abend der Erinnerung in der Tripkauer Kirche

Aufmerksame Zuhörer in der Tripkauer Kirche.
Aufmerksame Zuhörer in der Tripkauer Kirche.

Texte, Musik und Filmdokumentation zu 25 Jahre Mauerfall ließen persönliche Erlebnisse der Besucher wach werden

svz.de von
10. November 2014, 14:16 Uhr

Im Gegensatz zur geschlossenen Veranstaltung des Landkreises konnte am Sonntagabend jeder in die Tripkauer Kirche kommen, um sich an die Ereignisse im November 1989 zu erinnern. Die Kirche war gut gefüllt, als die Pastoren Renate und Matthias Schieferdecker die Besucher begrüßten. Man wolle sich erinnern, doch wie macht man das? fragte Mathias Schieferdecker.

Zunächst sprach Bürgermeisterin Grit Richter ein Grußwort und dann stellte Hans Wolfgang Lesch, ehemals Lehrbeauftragter am Institut für Deutsche Sprache, Literatur und Didaktik an der Leuphna Universität in Lüneburg, den 9. November in den historischen Zusammenhang. Renate Schieferdecker las einen Abschnitt aus dem Roman „Montagsnächte“ von Kathrin Wildenburger. Es ging um eine Frau, die sich an ihre „Ausreise“ über Ungarn erinnerte. Matthias Schieferdecker fragte, wie es im Amt Neuhaus losgegangen sei. Die erhoffte, rege Diskussion entwickelte sich nicht. Hans Ebeling berichtete, wie er die Zeit im November ‘89 empfunden habe und wie eine große Versammlung in der Stapeler Kirche abgelaufen sei. Sowohl in der Kirche als auch draußen um die Kirche herum hätten Stasispitzel zugehört. Er widersprach auch einer Äußerung, die Till Backhaus während der Landkreisfeier getan hatte, nämlich, dass niemand für die Stasi arbeiten musste. „Ich kann mir vorstellen, dass die Stasi manches Mal so einen großen Druck ausgeübt hat, dass man keinen anderen Weg mehr sah, als mitzumachen.“

Mit Interesse verfolgten die Besucher die Spiegel-Dokumentaion über die berühmte Pressekonferenz, als Günter Schabowski die Reisefreiheit verkündete. Der Abend schloss mit einer gemeinsamen Andacht.

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