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Hagenower Kreisblatt

18. Oktober 2017 | 04:19 Uhr

Fußball : Durchmarsch der kleinen Borussia

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

In Bresegard wurde am Wochenende der Aufstieg in die Kreisoberklasse ausgelassen gefeiert. Ein Team mit einer beeindruckenden Bilanz

von
erstellt am 29.Mai.2016 | 18:59 Uhr

Was ist schon der Gewinn der Champions League gegen den Aufstieg in der Kreisoberklasse? Diese Frage wurde von den Fußballer und Freunden der SV Borussia Bresegard/Moraasam Sonnabend ganz klar zugunsten der Kreisklasse gewertet. Denn nach einem fast beispiellosen Durchmarsch ist die Truppe triumphaler Staffelsieger in der Kreisliga West geworden. Obwohl die Mannschaft um die Trainer Kay Knaape und Hans-Jürgen Müller schon seit Wochen weiß, dass sie aufgestiegen ist, ließ auch die Konzentration im letzten Spiel nicht nach. Mit einem souveränen 6:1 wurde die SV Pritzier/Schwechow besiegt. Anschließend gab es kein Halten mehr. Bei einem ausgelassen Freudenfest wurden die extra angefertigten Aufstiegs-T-Shirts ausgepackt, gab es jede Menge Bierduschen, lachende und albernde Männer, die den ganzen Abend nicht zur Ruhe kamen.

Der Durchmarsch der Borussia, diesen Namen gibt es für die Fußballer in Bresgard übrigens schon seit 1986, ist in der Tat bemerkenswert. Es gab keine Niederlagen, lediglich drei Unentschieden. Mit 54 Punkten bei einem Torverhältnis von 85 zu 30 gibt es zur zweitplatzierten Mannschaft des SV Rodenwalde mit deren 39 Punkten einen Riesenabstand. Doch darauf kam es bei der Freude am Sonnabend gar nicht an. Alle, die feierten, wussten wohl auch, dass sie so eine Saison wohl nicht noch einmal erleben werden. Niemand, auch nicht Vereinsvorsitzender Günter Schult (67) erwartet in der Kreisoberliga Ähnliches. Zumal noch niemand genau weiß, wer in dieser Klasse mitspielen wird. Der Aufstieg aus der untersten Liga, aus der man nicht absteigen kann, markiert vor allem eines: Pure Freude am Fußball.

Es gibt viele Väter des Erfolges für den Verein, der 1997 durch Zusammenschluß von Bresegard und Moraas entstand, weil jeder Verein einzeln nicht mehr stark genug war. Robert Koch (23) gehört dazu, der als Torschützenkönig der Staffel für seine 22 Treffer nur zehn Spiele benötigte. Allerdings hat er auch schon höherklassig gespielt, hält dem Verein aus privaten Gründen die Treue. Und so geht es vielen, denn eigentlich spielen in dem Verein Fußballer aus der ganzen Region. Sie kommen aus Kuhstorf, Hagenow, Picher, Ludwigslust oder Krenzlin. Nachträglich zahlt sich so die einst gute Nachwuchsarbeit aus, viele Spieler halten ihrer Heimat die Treue. So wie Kapitän Marco Rook, der mit seinen 41 Jahren der älteste Spieler ist. Der Verein hat mit Andreas Ulijahn einen guten Platzwart, eine treue Fangemeinde und sogar einen wichtigen Sponsor aus Hagenow. Somit ist das Fundament dafür gelegt, dass die kleine Borussia aus Bresegard bei Picher auch in der kommenden Saison eine gute Rolle spielen kann.

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