Vockfey : Dubios: Goldzahn im Mittagessen

Diesen Goldzahn hat die 83-jährige Marianne Sühr aus Vockfey unlängst in einer Kohlroulade entdeckt. Wie er dahineingelangt sein soll, sei auch ihr ein Rätsel, ebenso wie der Küche.  Fotos: Thorsten Meier
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Diesen Goldzahn hat die 83-jährige Marianne Sühr aus Vockfey unlängst in einer Kohlroulade entdeckt. Wie er dahineingelangt sein soll, sei auch ihr ein Rätsel, ebenso wie der Küche. Fotos: Thorsten Meier

Seniorin Marianne Sühr entdeckte nun bereits zum zweiten Mal Unappetitliches in ihrer gelieferten Mahlzeit

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13. Juni 2017, 21:00 Uhr

Ein dubioser Fall aus dem sensiblen Bereich der Essensversorgung erreichte uns jetzt aus dem Amt Neuhaus. Seniorin Marianne Sühr (83) aus Vockfey hatte nun bereits zum zweiten Mal Unappetitliches in ihrem Mittagessen eines regionalen Anbieters entdeckt – nämlich Goldzähne. Wie die da reingekommen sein sollen, kann sich zur Zeit niemand wirklich erklären

Andere Kunden sehr zufrieden mit Anbieter

„Wir sind sehr zufrieden mit dem Essen, werden seit sechs Jahren beliefert, und es gab seitdem noch nie auch nur einen einzigen Grund zur Beanstandung“, erklärt gestern Marina Bode von der Kita „Erlebnisland“ in Klein Schmölen. Zu einem ähnlichen Ergebnis führen Nachfragen bei der Grundschule in Neu Kaliß, die täglich 60 Portionen von diesem regionalen Anbieter geliefert bekommt.

Der jedoch versteht die Welt nicht mehr. Denn nun bereits zum zweiten Mal soll in einem Mittagsmenü etwas Unerklärliches aufgetaucht sein. „Ich habe in meiner Kohlroulade einen Goldzahn gefunden. Das ist widerlich“, berichtet Marianne Sühr im SVZ-Gespräch und zeigt den Übeltäter, den sie in einer Plastikdose aufbewahrt. „Vor kurzem entdeckte ich in meinem Mittagessen sogar eine Brücke mit vier Zähnen. Die Eckzähne waren ebenfalls aus Gold. So etwas ist mir noch nie passiert“, sagt die 83-Jährige entrüstet. Sie bekommt schon seit mehreren Jahren ihr Essen über den Anbieter aus der Region.

Dort ist man regelrecht entsetzt über die seltsamen Funde der alten Dame. „Wir können uns das überhaupt nicht erklären. Wir gehen davon aus, dass über unseren Lieferanten möglicherweise diese Dinge ins Hackfleisch gekommen sein könnten. Aber vorstellen können wir uns das nicht wirklich, denn auch dort geht man mit den Nahrungsmitteln pedantisch gewissenhaft um“, berichtet uns die Geschäftsführerin der Küche, in der täglich 250 bis 300 Essen gekocht werden. Nicht nur für ältere Menschen sondern auch Kitas und Schulen.

Hygiene wird ganz groß geschrieben

„Zwei Köche und eine Küchenkraft haben bei uns mit dem Essen zu tun, sonst keiner. Die Chefköchin ist seit über 40 Jahren dabei und hat so einen Fall auch noch nie erlebt. Wenn die Menüs unterwegs sind, also ausgefahren werden, hat niemand mehr Zugriff darauf“, betont die Chefin des kleinen Unternehmens. „Wir achten wirklich auf alles und nehmen es mit der Hygiene sehr genau. Deshalb ist es für mich auch völlig schleierhaft, wie die Goldzähne in das Essen der Seniorin gekommen sind. Wir haben Kontakt zu unserem Lieferanten aufgenommen, um dort auf die Fälle aufmerksam zu machen. Erklären können wir sie uns trotzdem nicht. Sie bleiben ein Rätsel.“

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