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Hagenower Kreisblatt

18. Oktober 2017 | 04:14 Uhr

Hagenow : Druck auf Hagenower Kitas

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Debatte um weitere Einrichtung: Landkreis sieht Bedarf an Plätzen weitaus höher als prognostiziert

von
erstellt am 08.Okt.2015 | 16:45 Uhr

Die hohe Nachfrage an Kinderbetreuung in Hagenow könnte in den nächsten Wochen Schwung in die Debatte um eine weitere Einrichtung in der Stadt bringen. Laut Entwurf der Bedarfsplanung des Landkreises Ludwigslust-Parchim bräuchte Hagenow weitaus mehr Plätze als prognostiziert. Etwa 40 weitere Krippen-, Kindergarten- und Hortplätze sieht das Papier vor, über das im November im Kreistag abgestimmt werden soll. Eine weitere Herausforderung: die anerkannten Flüchtlinge, die 2016 zunehmen könnten und ebenfalls Anspruch hätten.

916 Betreuungsplätze stehen derzeit in freier und städtischer Trägerschaft und bei Tagesmüttern zur Verfügung. Und die sind zu 90 Prozent ausgelastet. Die übrigen zehn Prozent sind „Luft für Notfälle, zum Beispiel wenn jemand kurzfristig in Arbeit kommt“, sagt die zuständige Fachbereichsleiterin Birgit Heimke. „Bis jetzt haben wir auch immer alle Kinder von arbeitenden Eltern unterbekommen.“ Nur habe niemand Anspruch auf einen Wunschplatz.

Mehr als 50 Kinder stehen dagegen auf den Wartelisten für Krippe und Kindergarten. Aber vor allem im Hort sei der Bedarf groß, „weil Hagenow Schulstandort ist und viele aus dem Umland hier betreut werden.“ Aber auch der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für Kinder ab einem Jahr hat einen „Run auf die Plätze“ ausgelöst, so Birgit Heimke. Zwar habe der neue Kindergarten „Kleine Nordlichter“ die Situation etwas entschärft. Aber: „Tagesmütter könnten die Situation weiter entlasten“, ruft Birgit Heimke auf.

Doch wie rechnet die Stadt überhaupt den Bedarf aus und plant ihn über die Jahre. „Wir haben konstante Geburtenzahlen um die 100 im Jahr“, sagt Erik Hofmann, stellvertretender Bürgermeister. In allen Altersgruppen wünschen die meisten Eltern eine Betreuung. Bis zu 87 Prozent aller Kinder werden in Krippe, Kindergarten und Hort betreut. Diese Betreuungsquote werde gegen die Geburtenzahlen gelegt und so der Bedarf ermittelt, erklärt Hofmann. Trotzdem ist der „Druck auf allen Einrichtungen groß“.

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