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Ludwigslust-Parchim : Drohnenflüge für Investoren

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Wirtschaftsförderung des Landkreises will es in Sache Gewerbegebiete in diesem Jahr noch einmal ganz genau wissen

von
erstellt am 14.Mär.2017 | 08:00 Uhr

Manches Mal muss es eben etwas genauer sein. In wenigen Wochen, wenn die Witterung stabil und die Vegetation ausgebildet ist, werden Flugdrohnen aufsteigen, um hoch auflösende Bilder von zahlreichen Gewerbestandorten im Landkreis zu schießen. Auftraggeber ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises. Konkret geht es um die Standorte Boizenburg, Fahrbinde, den Businesspark A24, Zarrentin, Lübesse, Neustadt-Glewe (Lederwerk) und natürlich auch um Wittenburg. Hintergrund: Die Entwicklung an einigen Standorten ist so rasant, dass das bisher vorliegende Bildmaterial veraltetet ist, zumal für Interessenten. Beispiele dafür sind das Geschehen am Wittenburger Südring sowie im Bereich der Firma Sternmaid aber auch der rasante Ausbau in Teilen des Businessparks A 24. Dort entstand ja nicht nur eine hochmoderne Faltschachtelfabrik sondern aktuell baut das Weltunternehmen „Delaval“ einen riesigen Logistikstandort auf. Auf den  letzten Bildern, die dem Kreis zur Verfügung stehen, sind diese Entwicklungen nicht genau dokumentiert, sie stammen aus dem Jahr 2013.

„Die Interessenten wollen ihre möglichen Standorte genau  kennenlernen, auch die Umgebung sehen, die Abstände zu Nachbarn. Da ist aktuelles und vor allem gutes Bildmaterial unerlässlich“, weiß Berit Steinberg, die Chefin der Wirtschaftsförderung.

Zumal der Landkreis vor allem in der Metropolregion in direktem Wettbewerb zu benachbarten Anbietern in Schleswig-Holstein oder Niedersachsen steht. Doch für den Landkreis geht es längst nicht nur um die Standorte in Westnähe, sondern um die Vermarktung aller Standorte. Und so macht Steinberg derzeit die Erfahrung, dass sich auch Standorte rund um Ludwigslust oder in Lübesse guter Nachfrage erfreuen.

Das gilt natürlich auch für den Businesspark, der früher Megapark hieß. Dort sind  noch offiziell 39 Hektar verfügbar, doch praktisch gäbe es für jede Fläche derzeit mindestens einen Interessenten. Mehr darf man bei der kreislichen Gesellschaft noch nicht verraten. Doch wenn die Ansiedlungen klappen sollten, herrscht plötzlich Platzmangel an der Westgrenze. Wittenburg kennt das bereits und hat  die Erschließung eines neuen Gewerbegebietes jenseits der Autobahn beschlossen.

Eine Erweiterung könnte auch für den Businesspark anstehen. Doch die beiden Gemeinden, Gallin und Valluhn, sind da unterschiedlicher Meinung. Marco Schilling, Bürgermeister von Valluhn, will das Thema auf die Agenda setzen. Klaus-Dieter Müller, Bürgermeister von Gallin, ist strikt gegen eine Erweiterung. Bei der gegenwärtigen Finanzpolitik des Landes würden wirtschaftlich erfolgreiche Gemeinden doch nur bestraft. Gallin habe das mehrfach leidvoll erlebt.

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