Leistungsvergleich in Karft : Drönnewitzer hatten die Nase vorn

Voller Körpereinsatz der Kameraden der FFw Dreilützow beim Löschangriff Nass.
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Voller Körpereinsatz der Kameraden der FFw Dreilützow beim Löschangriff Nass.

Die Wettkampfgruppen von elf Feuerwehren aus dem Amt Wittenburg-Land maßen sich beim Amtsausscheid auf dem Sportplatz in Karft

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19. April 2015, 12:21 Uhr

Kampfrichter Thomas Weinig von der Freiwilligen Feuerwehr Drönnewitz blickt auf seine Stoppuhr und achtet akribisch darauf, dass die zum Löschangriff Nass angetretenen Mannschaften aus Dreilützow und Pogreß die vorgeschriebenen fünf Minuten Vorbereitungszeit nicht überschreiten. Aber auch bei den neun übrigen Wehren aus Tessin, Perdöhl, Körchow, Püttelkow, Boddin, Zühr, Harst, Döbbersen sowie den heimischen Kameraden aus Drönnewitz zeigte sich Weinig unbestechlich. Die freiwilligen Brandschützer aus Karft hatten am vergangenen Sonnabend zum Leistungsvergleich der Wehren im Amt Wittenburg geladen. „Ich schaue in die Sonne und ihr schaut mich an“, sagte Amtswehrführer Olaf Barkholdt beim gemeinsamen Antreten der Wehren am frühen Morgen. Damit drückte er seine große Freude aus, dass mit den fantastischen Wetterverhältnissen beste Voraussetzungen für einen fairen Wettstreit mit voll motivierten Kameraden geschaffen waren. An fünf verschiedenen Wettkampfstationen ermittelten die Frauen und Männer ihre Besten. Zu den Anforderungen gehörte unter anderem der Löschangriff Nass, die Knotenkunde oder der Nachweis fundierter Kenntnisse über die Erste Hilfe und die Feuerwehrdienstvorschrift 2. Hierbei standen Fragen wie „Welche Temperaturen können bei einem Vollbrand auf Brandstellen erwartet werden?“, „Welche Anforderungen nach Norm muss ein Handscheinwerfer erfüllen?“ oder „Wie wird die Erkundung bei einem Gefahrgutunfall vorgenommen?“ im Mittelpunkt. „Letztmalig fand der Amtsausscheid im Jahr 2013 hier bei uns in Karft statt“, sagt Wehrführer Rainer Greßmann. Dabei erinnert er sich noch genau an die damaligen, katastrophalen Witterungsbedingungen mit strömenden Regen. Dagegen schien am Sonnabend schon von Beginn an die Sonne vom strahlend blauen Himmel und ließ die Strapazen der vergangenen Tage ein wenig vergessen. Die Karfter Brandschützer sorgten für einen hervorragend vorbereiteten Platz, für reichlich Wassernachschub aus dem benachbarten Fluss Schilde für den Löschangriff Nass sowie eine ansprechende kulinarische Versorgung der Wettkämpfer. „Kaffee und Bockwurst, das geht auf solchen Wettkämpfen immer“, weiß Wittendörps Bürgermeister Bernd Ankele, der am Sonnabend als Kampfrichter zur Verfügung stand. „Leider stehen nur wenigen Feuerwehren unseres Amtsbereiches geeignete Plätze für derartige Leistungsvergleiche zur Verfügung“, bedauert Rainer Greßmann die begrenzte Auswahl an Ausrichtern der Amtsausscheide. Seine Kameraden haben sich mehrheitlich dafür entschieden, beim diesjährigen Wettkampf nicht anzutreten. Das hat allerdings nichts mit der verantwortungsvollen Aufgabe des Organisators zu tun, sondern vielmehr mit der Tatsache, dass die 22 aktiven Mitglieder der Wehr zurzeit an einer zeitintensiven Ausbildung im Rahmen der Feuerwehrdienstvorschrift 2 teilnehmen. Nach mehr als vier Stunden schweißtreibendem Wettkampf standen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus Drönnewitz als die Sieger fest, dicht gefolgt von den Brandschützern aus Körchow sowie Döbbersen. Bereits am kommenden Wochenende wollen die Kinder und Jugendlichen des Amtsbereiches Wittenburg ihren großen Vorbildern in nichts nachstehen und laden zu diesem Zweck zum Leistungsvergleich der Jugendwehren nach Püttelkow ein. Amtswehrführer Olaf Barkholdt ist sich sicher, dass auch der Nachwuchs bis in die Zehenspitzen motiviert sein wird, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

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