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Hagenower Kreisblatt

20. November 2017 | 07:02 Uhr

Lübtheen : Dreimal im Jahr ist Dorfbums

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Daniel Ledwa und Christoph Conradt holen den Kult zurück aufs Land Mehr als 400 Gäste feierten bei der jüngsten Party mit

svz.de von
erstellt am 24.Okt.2017 | 08:00 Uhr

Aus den Boxen dröhnen Schlager vom Feinsten, am Tresen gibt es Korn und Goldkrone und manchmal macht der DJ ein lustiges Gewinnspiel um eine Flasche Perlwein. Was klingt wie vor 30 Jahren ist der absolute Partyknaller der Region und trägt den kultigen Namen „Dorfbums“. Am vergangenen Sonnabend sind es wieder mehr als 400 Gäste, die in den Festsaal des Lübtheener Volkshauses strömen, um abzutanzen. Daniel Ledwa und Christoph Conrad sind die Initiatoren des außergewöhnlichen Events, das nur dreimal im Jahr auf die Beine gestellt wird - und zwar mit großem Erfolg. „Es ist der Wahnsinn wie viele jedesmal kommen. Wir sind total stolz, dass unsere Idee so angenommen wird“, sagt Daniel Ledwa, der ansonsten Versicherungsmakler ist. Mit Christoph Conrad, der eigentlich im Metallbaugeschäft arbeitet, hat er die Firma „vmf music“ gegründet. Das heißt in der nicht ganz jugendfreien Variante „Vögeln mit Freunden“, aber es geht um Techno und House-Musik.

„Und weil wir diese leicht anrüchigen Wortspiele so mögen, heißt die Party auf dem Lande eben Dorfbums. Außerdem hat meine Oma das auch schon so genannt“, sagt Ledwa und lacht.

Grund zur Freude haben die beiden Partymacher allemal, denn mit ihrer Idee schaffen sie es nicht nur den guten alten Dorftanz wiederzubeleben, sondern es gelingt ihnen sogar Generationen zusammenzuführen. „Bei uns sind sie alle. Die Jungen und die Junggebliebenen“, so Ledwa. Der Mix macht es aber nicht nur beim Alter. Auch aus den Boxen kommt eine saubere Mischung - technisch und inhaltlich. Denn die Musik, die von Schlager über Pop, Techno, House und Rock bis hin zu Goa reicht, wird fein aufbereitet durch das Equipment von Music Eggert aus Lübtheen.

Apropos Mische - die gibt es beim Dorfbums am Tresen schon für 4 Euro. Ein Pils kostet 2,50 - fair! „Wir wollen hier nicht reich werden, sondern etwas für die Region tun“, sagen die beiden jungen Männer, die aus Neustadt kommen.

Übrigens auf einen Zusatz, den es damals auf dem Tanz fast immer gab, können die Veranstalter gern verzichten - die Schlägerei zu fortgeschrittener Stunde. „Einmal musste bisher nur die Polizei kommen. Aber selbst da war es eigentlich nicht nötig. Die Leute kommen hier wunderbar miteinander aus und wollen eine gute Party haben“, so Ledwa. Alles eben ein bisschen wie damals auf dem Dorfbums.

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