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Hagenower Kreisblatt

18. November 2017 | 22:52 Uhr

Vellahn : Dorftteich erhält Seele zurück

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Gemeinde Vellahn investiert in Goldenbow 12.000 Euro für Ausgleichsmaßnahme.Ende März soll Baumaßnahme abgeschlossen sein.

von
erstellt am 06.Mär.2017 | 09:00 Uhr

Schwere Technik zeugt derzeit am örtlichen Teich von baulichen Aktivitäten. Grund genug, einmal beim Amt Zarrentin nachzufragen.

„Das etwa 3300 Quadratmeter große Gewässer wird derzeit entschlammt. Rund 80 Zentimeter werden auf der gesamten Fläche entnommen, das sind insgesamt ungefähr 2640 Kubikmeter“, erklärt Norman Thorn vom Zarrentiner Amt für Bau, Regionalentwicklung und Ordnungsangelegenheiten. Er ist dort für Straßen- und Tiefbau zuständig.

Der Schlamm werde entsorgt, berichtet Thorn weiter im SVZ-Gespräch. „Er ist beprobt worden. Dabei hat sich leider herausgestellt, dass er zu nährstoffreich ist. So kann er keine Verwendung mehr als Dünger finden.“ Verantwortlich für den Nährstoffeintrag sei das viele Laub, das jahrelang in den Teich gefallen war. „Zuletzt hatte er gerade mal noch eine Wassertiefe von maximal 30 Zentimetern. Hechte und Plötze, die sich in ihm befanden, wurden herausgefischt und umgesetzt.“ Der örtliche Angelverein habe dabei geholfen, betont Thorn.

Rund 2640 Kubikmeter Schlamm sollen aus dem Teich geholt werden.  Fotos: Thorsten Meier
Rund 2640 Kubikmeter Schlamm sollen aus dem Teich geholt werden. Foto: Thorsten Meier
 

Bis Ende März soll das Bauvorhaben am gemeindeeigenen gewässer abgeschlossen sein. „Der Teich zählt zu den Gewässern zweiter Ordnung. Er hat einen Zu- und Abfluss“, berichtet der Behördenmitarbeiter weiter gegenüber der Redaktion. Einen öffentlichen Zugang habe er jedoch nicht. Der Natur werde so ein wertvolles Refugium zurückgegeben. „Aus Naturschutzgründen wird der Teich ausgebaggert. Er stellt einen wichtigen Lebensraum in Goldenbow dar.“

Die Kosten für die laufende Renaturierung von immerhin 120 000 Euro zahlt die Gemeinde Vellahn. Als Ausgleichsmaßnahme für das B-Plan-Gebiet und die Wohnungsbebauung am Berge.

„Gegenüber der Vellahner Feuerwehr sollen noch im März als weitere Ausgleichsmaßnahme auf rund einem Hektar 60 Bäume, umsäumt von Hecken, gepflanzt werden“, weiß Thorn weiter zu berichten. Das Ganze werde samt Honorar um die 30 000 Euro kosten. „Macht dann alles zusammen also mindestens 150 000 Euro, die die Gemeinde Vellahn für den Naturschutz investiert.“

 

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