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Die Angst geht in Gallin um : Dorfoberhaupt fordert mehr Sicherheit im Alltag

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Nach Einbrüchen in Gallin in 2014 und bereits 2015 wächst die Sorge bei vielen Einwohnern

von
erstellt am 25.Jan.2015 | 16:03 Uhr

Wenn es ein Thema gibt, auf das  Klaus Dieter Müller derzeit ganz besonders gereizt reagiert, dann ist es die allgemeine Sicherheitslage in seinem Ort. Dem Dörfchen Gallin.

„Die Hauseinbrüche haben in der letzten Zeit in unserer Region zugenommen.“ Sei im letzten Jahr  insgesamt  drei Mal eingebrochen worden, hätten dreiste Diebe  in diesem doch noch recht jungen Jahr  bereits das  Gut Gallin sowie das  örtliche Gasthaus heimgesucht.

„Am selben Tag gab es in Bantin und Kogel ebenfalls Einbruchsdelikte“, beklagt der Bürgermeister weiter. Man lebe auf einer relativ großen Fläche, die abgesichert werden müsse. „Der Bürger muss sich schon darauf verlassen können, dass ihm nicht in seiner Abwesenheit die Bude leergeräumt wird“, sagt Müller, der die  gebetsmühlenartigen Beschwichtigungen der Politik als  „unerträgliches Gelaber“ bezeichnet. „Das kann doch wohl nicht wahr sein, dass es bei der Polizei keine neue Stellen mehr geben soll. Ja sogar noch über einen weiteren Abbau bereits öffentlich nachgedacht wird. Die Beamten kriechen doch auch alle fast schon auf dem Zahnfleisch, müssen unzählige Überstunden schieben und sind völlig ausgelutscht vom Dienstalltag. Das ist für mich ein Sparen am falschen Ende“, betont der Ehrenamtliche im SVZ-Gespräch. Er habe es allmählich satt, immer ein Blatt vor den Mund zu nehmen. „Ja, es gibt eine große Besorgnis in vielen Teilen der Bevölkerung, seit die meisten Einbrüche in den Morgenstunden zwischen 3 und 4 Uhr stattfinden. Melker, die morgens zur Arbeit fahren und etwas sehen könnten, gibt es nicht mehr.“ Der Staat habe zwar das Monopol auf die Sicherheit, doch das müsse er eben auch durchsetzen.

„Davon merken wir zur Zeit hier im ländlichen Raum nicht viel“, moniert Müller und erzählt von einem Einbruch im Gemeindebüro vor einigen Jahren. Das Inventar habe man anschließend neu anschaffen müssen.  „Damals haben wir eiserne Gitter vor die Fenster gesetzt, um es künftigen Einbrechern so schwer wie möglich zu machen, ihr schändliches Tun auszuüben. Gleiches haben wir auch am örtlichen Gerätehaus der Feuerwehr praktiziert.  Bei unserer Kindertagesstätte ist sogar ein Einbruchsalarm aufgeschaltet worden. Er informiert eine nahe gelegene Security-Firma, sollte eingebrochen werden.“

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