Strohkirchen : Dorfgemeinschaft, die funktioniert

dihi, romanowski

Ein Rückblick: Nach drei Wahlperioden tritt die Bürgermeisterin von Strohkirchen, Bärbel Romanowski, jetzt nicht mehr an

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21. Mai 2019, 05:00 Uhr

Nach drei Wahlperioden tritt die Bürgermeisterin von Strohkirchen, Bärbel Romanowski, nicht ein weiteres Mal bei der Kommunalwahl an. Als Bürgermeisterkandidatin hat sich Monique Flöter für die Gemeinde aufstellen lassen. Im SVZ-Gespräch macht sie deutlich, dass 15 Jahre im Ehrenamt für sie genug seien. „Ich gehe mit einem weinenden und einem lächelnden Auge und bin froh, dass ich eine Nachfolgerin gefunden habe, die sich als Kandidatin für die Bürgermeisterwahl aufstellen ließ“, sagt Bärbel Romanowski.

Sie sei im Jahr 2004, als sie als Bürgermeisterin begann, sozusagen ohne kommunalpolitischen Erfahrungen ins kalte Wasser geworfen worden.

„Im Nachhinein habe ich es nie bereut so angefangen zu haben“, sagt sie weiter. Ein Vorteil in der ersten Legislaturperiode war nach ihren Worten, dass viele Gemeindevertreter mit dabei waren, die Arbeit suchend oder zu Hause waren. Das habe die ehrenamtliche Arbeit erleichtert. Sie erinnert sich heute an Gemeindevertreter Manfred Ahrens, der in der ersten Wahlperiode sehr hilfreich war.

Das erste große Vorhaben, das die Gemeinde im Jahr 2004 in Angriff nahm, war die Sanierung des Kindergartens, der ein Jahr später wieder eröffnet wurde. „Danach sanierten wir unsere Kapelle auf dem Friedhof. Bei diesen und vielen weiteren Vorhaben konnten wir auf Hilfe von Einwohnern zurückgreifen“, erinnert sich die Bürgermeisterin. Im Jahr 2009 begannen dann die Arbeiten zur Sanierung des Gemeindezentrums. „Dabei handelt es sich um die ehemalige Gaststätte. Das Gebäude hatte die Gemeinde erworben. Die Arbeiten sind dann in zwei Abschnitten durchgeführt worden. Um die finanziellen Eigenmittel der Gemeinde dafür bereitzustellen, hatten wir damals in einer einmaligen Aktion gemeindeeigenes Land verkauft. Und die Zeit gab uns recht, das Gemeindezentrum ist sehr gefragt, Vereine und Verbände aus dem Dorf kommen hier ebenso zusammen wie Familien“, sagt die Bürgermeisterin weiter. Über die Dorferneuerung und über den ländlichen Wegebau gelang es in der Gemeinde, die Straßen zu sanieren.

„Als erstes machten wir damals unseren Dorfplatz, weil dort das Wasser immer stand. Es folgten der Außenbereich und danach der Eichen-, der Schmiede- und Waldweg. Im Jahr 2017 folgte der Kurze Weg, unser alter Panzerweg. Für die Ausführung erhielten wir Förderung, außerdem zahlen die Anlieger ihren Eigenanteil“, sagt die Bürgermeisterin.

„Unser Dorfleben funktioniert, und was das Vereinsleben betrifft, so arbeiten alle gut miteinander. Wenn wir die Einwohner fragen, ob sie mithelfen können, dann kommen sie ohne große Diskussion. Wir feiern ja nicht nur, wie viele mutmaßen, sondern wir kommen auch zu Arbeitseinsätzen zusammen“, sagt die Bürgermeisterin. Im Dorf gebe es in jedem Jahr ein Kinderfest, das gut besucht ist, der Sportverein ist aktiv, der Sportplatz ist in Ordnung, die Feuerwehr ist aktiv. Besonders stolz ist die Bürgermeisterin auf die Jugendwehr, die in diesem Jahr wiederholt zum Bundesausscheid fährt.

„Ich hoffe, dass die neue Gemeindevertretung im Sinne der Gemeinde und der Einwohner handelt. Ich wünsche ihnen eine gute Hand bei der Umsetzung der neuen Vorhaben“, sagt die scheidende Bürgermeisterin Bärbel Romanowski.

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