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Hagenow/Zarrentin : Doppelter Genuss für die Region

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Die Festspiele MV machen Station in der Alten Synagoge Hagenow und im Kloster Zarrentin. Das erwartet die Gäste:

Hagenow/Zarrentin Künstlerischer Hochgenuss - der ist in unserer Region nicht jeden Tag zu erleben. Doch wenn sich die Festspiele MV anschicken, die schönsten Orte auf dem flachen Land zu besuchen, dann fehlen auch so populäre Orte wie das Landgestüt in Redefin oder das Ludwigsluster Schloss meist nicht. In dieser Saison warten nun zwei weitere Highlights auch auf die Kunstgenießer und Kenner des Altkreises Hagenow. In Zarrentin wird im Kloster einmal mehr für einen Höhepunkt gesorgt, und auch die Besucher der Alten Synagoge in der ehemaligen Kreisstadt werden sich über Klänge der Extraklasse freuen können.

So ist am Freitagabend von 19.30 Uhr an die junge Pianistin Beatrice Rana mit ihren Goldberg-Variationen von Bach zu hören und zu sehen. Daran wagen sich die meisten Pianisten in der Regel erst in späteren Karrierephasen. Beatrice Rana hingegen ging mit ihren gerade einmal 24 Jahren mit diesem Meisterwerk schon in der ganzen Welt auf Tour. Einen Stopp macht sie jetzt eben auch in Hagenow. Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern haben ihr außergewöhnliches Talent erkannt und präsentieren diese Ausnahmepianistin im Rahmen ihrer Reihe „Junge Elite“. Durch dieses Format ist während der ganzen Saison der internationale Spitzennachwuchs in MV zu Gast. Das Konzert findet mit Unterstützung der Stadtwerke Hagenow statt, heißt es vom Veranstalter.

Ausgesucht wurde der Festspielort ebenfalls mit Bedacht. „In der Stadt Hagenow befindet sich eines der wenigen noch erhaltenen Zeugnisse mecklenburgischer jüdischer Gemeindekultur. Das aus drei Gebäuden bestehende Anwesen der ehemaligen jüdischen Gemeinde (die 1828 erbaute Synagoge im Hof, das Vorderhaus mit Religionsschule, Lehrerwohnung und rituellem Bad (Mikwe) sowie die hofseitige Wagenremise mit Stall von 1881) sind mit ihrer Lage mitten im Stadtraum einzigartig“, so die offizielle Aussage vom Festspielkommitee.


Eröffnung 2009
war ein Highlight


Die Alte Synagoge erfuhr durch das Konzert der Festspiele Mecklenburg–Vorpommern mit Daniel Hope und Alexander Ramirez am 5. September 2007 eine glanzvolle Eröffnung für die neue Nutzung. Anfang 2009 wurde schließlich auch das Schulhaus als letztes Gebäude des Ensembles fertig gestellt. Hier wurde eine Forschungs- und Informationsstelle für ehemals jüdisches Leben in Westmecklenburg eingerichtet. Der Saal der Synagoge bietet einen idealen Rahmen für Konzerte, Lesungen und Ausstellungen. Und so wird auch am Freitag der Auftritt von Beatrice Rana in diesem sehr speziellen Rahmen und hervorragenden Ambiente für Furore sorgen.

Nicht minder interessant dürfte es am Freitag von 18 Uhr an im Kloster Zarrentin werden. Hier spielen ausgesuchte Nachwuchstalente aus Georgien. Und zwar nicht irgendwelche, sondern Meisterschüler der Paliashvili Musikschule aus Tiflis. Liest man die Biografien georgischer Interpreten, fehlt die Musikschule Paliashvili in kaum einen Lebenslauf. Die Festspiele MV widmen dieser außergewöhnlichen Musikschule am Freitag auch in dieser Saison wieder ein Konzert. Drei der besten Meisterschüler, Anna Tchania (Violine), Sandro Sidamonidze (Violoncello) und Sandro Nebieridze (Klavier), werden mit Werken von Mozart, Beethoven und Schostakowitsch den Erfolg dieser Musikschule unter Beweis stellen.

Zum Auftakt des Konzerts präsentiert die Journalistin Christine Claussen ihre Eindrücke aus Georgien in Bildern und spricht mit den drei jungen Interpreten im Rahmen eines Künstlergesprächs. Für das Konzert, das mit freundlicher Unterstützung der Martha Pulvermacher Stiftung stattfindet, gibt es wie auch für das Event in Hagenow noch Karten. Infos und Tickets unter Festspiele MV und 03855918585. Die Abendkasse öffnet jeweils eine Stunde vor Beginn.

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