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Hagenower Kreisblatt

16. Dezember 2017 | 10:12 Uhr

Feuerwehr : Doppelte Bescherung für Picher

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Gemeinde kann nun endlich den Nachfolger für ihr ältestes Dienstfahrzeug bestellen. Fördergeld vom Land und vom Kreis bewilligt

von
erstellt am 17.Aug.2017 | 08:54 Uhr

Mehr als 43 Jahre hat der kleine Lkw vom Typ „LO“ für die Gemeinde Picher brav Dienst geschoben. Jetzt deutet sich tatsächlich die Rente für eines der ältesten noch im Dienst befindlichen Löschfahrzeuge der Region an. Dank zweier Fördermittelgaben von Kreis und Land und dank der harten Sparpolitik hat die Gemeinde jetzt offiziell das Geld zusammen, um den Nachfolger nun endlich bestellen zu können. Geplant ist ein TSF-W, ein kleines Löschfahrzeug in der 7,5-Tonnen-Klasse. Das hat seinen Grund, wie Wehrführer Holger Hille erklärte. Für größere Fahrzeuge wäre ja ein spezieller Führerschein nötig. Diesen Aufwand für die Freiwilligen wollte man vermeiden.

Die Gemeinde allein, das machte Bürgermeister Detlef Christ im Vorgespräch klar, hätte bei aller Sparsamkeit über ein neues Feuerwehrauto nicht einmal nachdenken können. So teuer sind die Spezialgeräte inzwischen geworden. Das neue Auto, das u. a. mit einem 400-Liter-Tank ausgerüstet ist, soll stattliche 145 000 Euro kosten. Dank der doppelten Bescherung durch Innenminister Lorenz Caffier und durch Landrat Rolf Christiansen kann vom Wunsch zur Bestellung geschritten werden. Mit Konfiguration und Bestellung wird wohl noch ein Jahr ins Land gehen, bis der am 9. Februar 1974 in Dienst gestellte „LO“ meistbietend verkauft werden kann. Trotz guter Pflege war das alte Einsatzfahrzeug doch deutlich in die Jahre gekommen. So um die 36 000 Euro im Jahr gibt Picher für seine Wehr aus. Für das neue Auto hat die Gemeinde nun 63 000 Euro an Eigenmitteln zusammen gespart, 48 333 kamen vom Land, und 33 750 vom Landkreis. Landrat Rolf Christiansen war froh über den Termin in seiner Heimatgemeinde. Mit der Weitergabe von Mitteln aus der Brandschutzsteuer hat der Kreis direkten Einfluss darauf, welche Gemeinde und Wehr Zuschüsse bekommt. Innenminister Caffier nutzte die Chance und bedankte sich bei allen Ehrenamtlern. Es wäre schön, wenn das neue Auto nur zu Übungen ausrücken müsste und alle Kameraden immer wieder heil von den Einsätzen zurückkämen, Und er will wiederkommen zur Übergabe des Fahrzeuges und auch ein Fass Freibier mitbringen. Das hat man sich in Picher gut gemerkt.

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