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Landestheater Parchim : Doch keine 200 000 Euro Steuernachzahlung

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Die Kreisverwaltung Ludwigslust-Parchim gibt Entwarnung in Bezug auf potentielle Steuernachzahlungen für die Theatermanagement GmbH. Problematisch ist jedoch der nicht vorhandene Eintrag ins Handelsregister.

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erstellt am 20.Jan.2012 | 08:08 Uhr

Parchim | Die FDP-Fraktion hat sich bei der Kreisverwaltung zur Diskussion um drohende Steuernachzahlungen für die Theatermanagement GmbH (TheMa) informiert. Dazu erklärt der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Kreistag Ludwigslust-Parchim Thomas Heldberg: Auf Nachfrage der FDP-Kreistagsfraktion gibt die Kreisverwaltung Ludwigslust-Parchim Entwarnung in Bezug auf potentielle Steuernachzahlungen für die Theatermanagement GmbH. Problematisch sind die noch nicht vom Finanzministerium bestätigte Gemeinnützigkeit und der immer noch nicht vorhandene Eintrag der Gesellschaft ins Handelsregister, an der das Volkstheater Rostock und das Mecklenburgische Landestheater Parchim beteiligt sind. Dem Mecklenburgischen Landestheater drohen nach Rücksprache der Kreisverwaltung mit den Beteiligten aber keine Nachzahlungen in Höhe von 200 000 Euro, wie Anfang Januar noch berichtet wurde. Die Stadt Rostock hat das bestätigt. Grundlage dafür seien Einschätzungen einer Wirtschaftsprüfung.

"Bei fehlender Gemeinnützigkeit besteht gegebenenfalls das Risiko der Steuerpflicht. Dieses gilt aber nicht für die Zuweisungen aus dem FAG Theatererlass, da hier die Hansestadt Rostock Zuwendungsempfänger für beide Theaterbetriebe ist", verlautbarte Rostocks Bürgermeister Roland Methling auf eine Anfrage des Rostocker FDP-Stadtvertreters Thomas Asendorf. Methling weiter: "Die Mittel werden von der Hansestadt Rostock über die TheMa GmbH in vorgegebener Höhe entsprechend dem FAG Theatererlass weitergereicht und unterliegen nicht der Steuerpflicht."

"Das ist eine gute Nachricht für das Landestheater Parchim", so Thomas Heldberg. "Zu hinterfragen bleibt für uns Liberale aber der Sinn und Zweck einer Gesellschaft, deren einzige Handlung innerhalb eines ganzen Jahres die Weiterreichung von Theaterzuschüssen des Landes an die zwei Theater ist. Immerhin sind mit dem Geschäftsbetrieb einer GmbH nicht unerhebliche Kosten verbunden."

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