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Hagenower Kreisblatt

22. September 2017 | 08:26 Uhr

Boizenburg : Die Zielscheibe im Visier

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Boizenburger Jugendliche testen ihr Können am Schießstand mit dem Luftdruckgewehr Verein hofft auf weitere Mitglieder

von
erstellt am 15.Feb.2017 | 11:56 Uhr

Die Zielscheibe ist genau zehn Meter weit entfernt. Eine ziemliche Distanz für jemanden, der in seinem Leben noch nie mit einem Luftgewehr auf so ein kleines Ziel geschossen hat. Doch Übung macht den Meister. Das merkt auch die 12-jährige Nicole aus Boizenburg, die mit am Ferienprojekt am Montagnachmittag teilnahm. Gleich bei den ersten Schüssen trifft sie ins Schwarze. Nur einige Millimeter entfernt von der zehn Punkte Marke. „Es macht Spaß“, so das Mädchen. Es sei aber nicht das erste Mal, dass Nicole ein Gewehr in der Hand habe. „Ich habe schon auf dem Rummel und bei meiner Oma geschossen“, sagt sie.

Mit Nicole nutzten sechs weitere Jugendliche aus Boizenburg die Möglichkeit, sich am Schießstand des Schützenvereins auszuprobieren. Es ist nur eines von zahlreichen Angeboten, dass die Stadt und das Jugendfreizeithaus „Luna“ in den beiden Winterferien-Wochen organisierte. „Bis jetzt wurde alles super angenommen“, sagt Michael Jahnke vom Jugendfreizeithaus. Die Angebote waren die beiden Wochen über eigentlich immer ausgebucht. Die Idee, auch die Sportschützen Boizenburg zu besuchen, wurde relativ schnell gefasst. „Vor Jahren waren wir über die Streetwork schon einmal hier“, so Jahnke. Das habe damals allen schon sehr gut gefallen.

Für die Sportschützen ist die Ferienaktion eine gute Möglichkeit, für ihre Jugendarbeit zu begeistern. „Wir würden gern viel mehr Nachwuchs haben“, erzählt Präsident Roland Eilfeld. Sie hätten dieselben Probleme, wie fast alle Vereine: die Jugend fehlt. Derzeit seien acht Jugendliche Mitglied in Boizenburg. „Wir nehmen Jugendlich ab 12 Jahren bei uns auf“, erklärt Jugendtrainer Peter Stoecker. Sie trainieren regelmäßig auf dem Schießplatz und nehmen an verschiedenen Wettkämpfen teil. „Die Jugendarbeit wird bei uns im Verband ganz große geschrieben“, fügt der Präsident der Sportschützen hinzu. Die Gruppen fahren zu regelmäßigen Treffen, ins Trainingslager oder zu den Jugend-Sport-Spielen.

Der 13-jährige Malte könnte sich vorstellen, in Zukunft ein Mitglied im Schützenverein zu werden. Er habe auch schon ein Schnuppertraining hier absolviert. „Da habe ich im 50 Meter Stand bei den Kleinkalibern geschossen“, erzählt er stolz. Heute schießen die Jugendlichen nur auf eine Entfernung von zehn Metern. Doch auch hier ist es für den ein oder anderen schon eine ziemliche Herausforderung, die kleine schwarze Zielscheibe durch das Zielfernrohr anzuvisieren.

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