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Pendlerproblematik Boizenburg : „Die Wartezeit ist entbehrlich“

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Kreistagsmitglied Gustav Graf von Westarp sieht einfache Möglichkeit zur Entspannung der Pendlerproblematik

svz.de von
erstellt am 14.Dez.2015 | 07:45 Uhr

Seit Wochen beschäftigt Hunderte Berufspendler vor allem eines - der neue Fahrplan der Deutschen Bahn, der gestern in Kraft getreten ist.

Ein maßgeblicher Punkt zur Beschwerde am neuen Fahrplan der Deutschen Bahn stellt dabei die lange Wartezeit am Bahnhof Büchen dar, die Pendler über sich ergehen lassen müssen, da dem Fernverkehr Vorrang gewährt wird. Die Wartezeit könnte sich jedoch vermeiden bzw. pendlerfreundlich umleiten lassen, wie Gustav Graf von Westarp, Kreistagsmitglied, im Gespräch mit der SVZ erklärte.

Durch die Inbetriebnahme der Schnellfahrstrecke zwischen Erfurt und Halle/Leipzig sowie neue Fernverbindungen zwischen Hamburg und Berlin wird der RE 1 von Rostock nach Hamburg maßgeblich beeinflusst. Dadurch entstehen vielen Pendlern auf ihrem gewohnten Arbeitsweg Schwierigkeiten.

„Die Deutsche Bahn sagt immer nur: Wir können nicht anders, weil dazu ein drittes Gleis nach Hamburg gelegt werden müsse, aber so kompliziert muss es nicht sein. Es gäbe durchaus andere Möglichkeiten“, sagte Graf von Westarp, der ebenfalls  Fraktionsvorsitzender der Fraktion „Umwelt, Piraten und Freie Wähler“ ist. Sein Vorschlag: Die Bahnsteige in Boizenburg müssten lediglich verlängert werden, um den Pendlern einen längeren Aufenthalt am Bahnhof Büchen aufgrund des Fernverkehrs zu ersparen. „Boizenburg hat im Bahnhofsbereich westlich und östlich Ausweichgleise. Es fehlt ein Bahnsteig. Nach einer Verlängerung der Bahnsteige um 200 bis 250 Meter bis zu diesen Gleisen können die Regionalzüge während des Ein- und Aussteigens außerhalb der Hauptstraße halten und der Fernverkehr kann passieren. Die Wartezeit in Büchen ist entbehrlich“, behaupten Gustav Graf von Westarp. Seine Idee hat der Fraktionsvorsitzende durch ein Planungsbüro prüfen lassen. Möglich wäre es. Doch es ist fraglich, ob die Deutsche Bahn oder das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern bereit wären, in diesen Vorschlag zu investieren.

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