Auf der schwimmenden Bühne : Die vergessene Brücke

Proben für das Stück „Die vergessene Brücke“ mit Leif Scheele (Polizist Mischa) und Christian Kaiser (Grenzorgan Hartmut).
Proben für das Stück „Die vergessene Brücke“ mit Leif Scheele (Polizist Mischa) und Christian Kaiser (Grenzorgan Hartmut).

Kulturkate Neu Lübtheen mit neuem Stück / Premiere am 25. Juli in Dömitz

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03. Juli 2014, 14:48 Uhr

Das Theater Kulturkate in Neu Lübtheen ist seit Jahren ein Geheimtipp: Unterhaltsames Sommertheater mit Tiefgang in wunderschöner Natur. Mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, ist die Kulturkate immer mehr zum Magneten für Theaterliebhaber geworden.

Das Ensemble wird zur neuen Saison erstmals auf Tour gehen. Eigens für diesen Zweck wurde ein über 100 Quadratmeter großes Floß als schwimmende Bühne gebaut, das ab dem 25. Juli von Dömitz über Darchau und Boizenburg, weiter nach Lauenburg, Hitzacker und Lenzen in verschiedenen Häfen anlegen wird.

25 Jahre nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs widmet sich das Theater dem Thema Grenzen, und das am Ort des Geschehens: Auf der geschichts- und symbolträchtigen Elbe, dem Fluss, an dem die Grenze zwischen zwei Weltanschauungen verlief.

,,Die vergessene Brücke“ ist der erste Teil des zweijährigen Theaterprojektes „Der Strom“. Er beschreibt die Zeit bis 1989. Der zweite Teil wird die Wiedervereinigung und die Nachwendezeit thematisieren.

Für die Komödie adaptierte die Kulturkate einen unbekannten Text von Ödön von Horváth und verlegte die Handlung in den Kalten Krieg an die Elbe der 80er Jahre: Ein angelnder Drogist und ein kurzsichtiger Staatspräsident geraten auf einer vergessenen Brücke aneinander. Da ist das Grenzorgan Hartmut, dessen Tochter Ute ausgerechnet den Grenzer am anderen Ufer im Feindesland liebt; ein schwäbelnder Tourist bandelt mit einer insolventen Hotelbesitzerin an. So machen alle Figuren ihre ganz eigenen Grenzerfahrungen.

Die groteske Handlung wird immer wieder durch dokumentarische Zeugnisse ergänzt. Protokolle, Briefe und Medienberichte zeigen auf spannende Weise die letzten Jahren einer geteilten Welt. Ein bewegender, mitreißender und nicht zuletzt unterhaltsamer Abend ist garantiert.

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