Erntedank in Picher : Die schwere Sache mit dem Dank

Sammeln zum Ernteumzug.
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Sammeln zum Ernteumzug.

Gespräch mit Pastor Matthias Galleck aus Picher über Aufmerksamkeit, Demut und Lob, das wir uns leider gegenseitig oft verweigern

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17. September 2017, 17:09 Uhr

Mit dem Erntedank wollen Christen an den engen Zusammenhang zwischen Mensch und Natur erinnern. Traditionell werden in den Kirchen die Altäre zum Abschluss der Ernte mit Garten- und Feldfrüchten geschmückt. So auch in Picher.

„Im christlichen Verständnis gehören das Danken und Teilen zusammen“, sagt Pastor Matthias Galleck im SVZ-Gespräch, bevor er zum örtlichen Sportplatz eilt, um die 12 bunt geschmückten Festwagen vor ihrem Umzug zu segnen. Und, um den Menschen gute Begegnungen an diesem Tag zu wünschen. Seit 2001 steht der 51-Jährige der Kirchgemeinde vor, zu der neun Dörfer gehören. Das sind etwa 640 Menschen, die ihm ihr Seelenheil anvertraut haben. „Dankbar zu sein, ist heute angesichts des Überflusses immer schwieriger“ betont der gebürtig aus Nordhausen Stammende und macht es sich in der harten, und etwas unbequemen Kirchenbank zurecht.

Unbequem ist er auch als Seelenhirte, stellt in Frage, hadert schon mal mit sich und Gott. Und findet das völlig in Ordnung. „Glauben bedeutet für mich nicht bedingungsloser Gehorsam, sondern ist ein ständiges Hinterfragen“, gesteht der Gottesmann. Kraft schöpfen, hoffen und lieben, auch das sei der Glaube für ihn, gesteht Galleck. Sei Halt, Stütze, Kompass, wer glaube, sei nie allein, ist sich der Pastor sicher. Sich darauf besinnen, was Leben ausmache. Unter anderem eben Dankbarkeit. Lesen Sie den ausführlichen Bericht in der Printausgabe am Montag

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