Lübtheen : Die Reservisten packen mit an

Beim Ausladen packen alle mit an: Reservisten der Bundeswehr organisieren Spende an die Notunterkunft Lübtheen. Fünf ehemalige Soldaten helfen derzeit in den Notunterkünften des Landkreises. Sie gehören zum Kreisverbindungskommando.
Beim Ausladen packen alle mit an: Reservisten der Bundeswehr organisieren Spende an die Notunterkunft Lübtheen. Fünf ehemalige Soldaten helfen derzeit in den Notunterkünften des Landkreises. Sie gehören zum Kreisverbindungskommando.

Fünf ehemalige Bundeswehrsoldaten helfen in den Notunterkünften des Landkreises

von
24. September 2015, 19:49 Uhr

Andreas Skuthan ist perplex, als gestern plötzlich Uniformierte vor der Notunterkunft in Lübtheen stehen. Im Gepäck haben sie Geschenke: eine dringend benötigte Waschmaschine und einen kleinen Kühlschrank, gespendet vom Schröder Bauzentrum in Ludwigslust.

Dass die 178 Flüchtlinge dort jetzt nicht mehr Wäsche per Hand im Waschbecken schrubben müssen, haben sie vor allem Reservisten der Bundeswehr zu verdanken, die die Spende angekurbelt haben. Fünf sind es im Landkreis Ludwigslust-Parchim, die als Kreisverbindungskommando in zwei Trupps ihre Runden in den Notunterkünften der Region drehen und helfen, wo sie können.

„Der Landrat fordert uns an“, erklärt Christian Rosenkranz, Oberstleutnant d.R. aus Neustadt-Glewe. Sie arbeiten eng mit dem Landrat zusammen, sind bei den Stabssitzungen dabei. Wie zuletzt auch beim großen Elbe-Hochwasser 2013.

Eigentlich ist in dieser Woche eine Katastrophenschutzübung geplant gewesen. Angesichts der Lage sei aber umdisponiert worden, ergänzt Kollege Christian Geier, Oberbootsmann d.R. aus Ludwigslust. Jeden Tag sind beide unter anderem in Lübtheen.

Als Christian Geier erfährt, dass eine Waschmaschine gebraucht wird, greift er sofort zum Telefon. „Zwei Anrufe. Das war gar kein Problem.“ Der Chef von Tom Szulczyk zögert keinen Moment. „Wir wollten vor Ort unterstützen“, sagt der stellvertretende Leiter vom Schröder Bauzentrum.

Dass in Ausnahmesituationen wie dieser vieles „auf dem kurzen Dienstweg“ funktioniert, erlebt Reservist Geier öfter. So sei jetzt auch kurzerhand eine Sprechstunde für Flüchtlinge im Hagenower Klinikum eingerichtet worden. Zwei Ärzte sprechen dort arabisch und kümmern sich um die ausländischen Patienten.

Die Mitarbeiter des DRK sind dankbar für die Hilfe der Reservisten, die schon beim nächtlichen Einzug der Flüchtlinge dabei waren. Andreas Skuthan vom Kreisverband Ludwigslust packt gestern gleich mit an und lädt Waschmaschine und Kühlschrank mit aus. „Das wird die Situation hier erheblich verbessern.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen