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Konzert in Zarrentin : „Die Prinzen“ ganz verliebt

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Die A-capella-Gruppe trat im ausverkauften Kloster auf. Und sie hat versprochen wieder zukommen.

Zarrentin Von dem Abend wird man in der Klosterstadt noch lange reden. „Die Prinzen“, noch immer Stars der deutschen Musikszene, waren tatsächlich da. Und sie brachten die übervolle Kirche am Kloster schon sehr früh zum Kochen. Dass die Männer um Sebastian Krummbiegel und Tobias Künzel es noch immer so gut können wie zu ihren Thomaner-Zeiten, bewiesen vom Start weg mit der a-capella- Version von „Ein feste Burg ist unser Gott“. Schon da tobte die Kirche, die mit 500 Leuten voll besetzt war.

Ausverkauft war der Abend  schon seit Januar. Zuvor hatte es lediglich eine öffentliche Erwähnung gegeben,  alles andere lief über Mundpropaganda. „Die Karten waren  Ruckzuck weg. Und mehr als 500 Plätze gehen eben nicht in die kleine Kirche. Um nicht noch mehr Leute zu enttäuschen, haben wir dann  gar keine Werbung mehr gemacht. Aber auch so hätten wir noch gut 200 Karten mehr verkaufen können“, erklärte Natalie-Sara Niehus von der Stadt Zarrentin. Ihrer Unbekümmertheit ist es am Ende zu danken, dass es überhaupt zustande kam. Die junge Frau, die neben ihrer Beschäftigung bei der Stadt auch Vorsitzende des Gewerbe- und Tourismusvereins ist, hatte einfach mal in Leipzig angerufen. Wohl wissend, dass die „Prinzen“ ein Faibel für Kirchen haben. Nur Zarrentin war als Veranstaltungsort eigentlich zu klein,  die Sänger gehen normalerweise nicht in Säle unter 600 Plätze. Ursprünglich wollten die Zarrentiner die Sänger eigentlich zum Weihnachtsmarkt locken, doch da wurde man sich nicht einig. Später gab es dann einen Rückruf und ab Oktober den Vertrag.

Am Ende teilten sich die Stadt und der Verein de facto die Trägerschaft. Doch nur durch den Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer wurde das Konzert dann technisch möglich. Natürlich mit dabei die Kirchgemeinde mit Pastor Jürgen Meister, selbst ein Fan der Gruppe. Und Meister eröffnete  auch das gut zweistündige Konzert mit der Hoffnung auf sein Lied: „Mann im Mond“, das dann auch prompt gespielt wurde.

Und die „Prinzen“? Die legten nicht nur los wie die Feuerwehr, sie hatten sich offensichtlich in Zarrentin ein wenig verguckt. Da toure er  seit 25 Jahren durch das Land, um schließlich  den Höhepunkt seiner Konzertkarriere im schönen Zarrentin zu erleben, übertrieb Krummbiegel ein wenig. Um dann aber immer wieder lobende Worte nachzuschieben. „Ihr habt es echt schön hier“.

Das Publikum ging in der immer wärmer werdenden Kirche voll mit, die Stimmung war nicht nur bei den drei Zugaben wirklich mitreißend. Bürgermeister Klaus Draeger war nicht nur beim anschließenden Ausklang mit der Band glücklich über den Abend für seine Zarrentiner. Zumal es die Prinzen noch auf der Bühne  vor Hunderten verprochen hatten, bald wieder nach Zarrentin zu kommen. Sara-Natalie Niehus hat das auch gehört und als Auftrag begriffen. Konkrete Absprachen gäbe es aber noch nicht, versicherte sie gestern. Indessen kommen  Sonntag und  Dienstag wieder Hunderte Prinzenfans auf ihre Kosten, es gibt in Ludwigslust zwei weitere Konzerte in der Stadtkirche. Auch die sind beide schon lange restlos ausverkauft. So, wie es in Zarrentin der Fall war.

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