Neustadt-Glewe : Die laute Nacht der Feuerräder

Die beiden Biker Roland Fenske und Matthias Faust  haben die 8. Hereos Night mit organisiert und hoffen beide auf zahlreiche Besucher am Sonnabend, dem 29. August.
Die beiden Biker Roland Fenske und Matthias Faust haben die 8. Hereos Night mit organisiert und hoffen beide auf zahlreiche Besucher am Sonnabend, dem 29. August.

Neustädter Biker laden Motoradfans und Bevölkerung am 29. August ab 18 Uhr zur Heroes Night in die Brauerereistraße 39

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20. August 2015, 12:00 Uhr

Wenn Biker breitbeinig ihre Köpfe zum Gebet neigen, muss das nicht immer zwangsläufig etwas mit dem Motorradgottesdienst vor Kirchen zu tun haben. Es könnte auch daran liegen, dass sie der Botschaft des Feiern, der Kameradschaft der Straße und des ewigen Hubraum-Himmels gedenken. Oder aber des Deutschrocks und der damit verbundenen lauten Musik, die ihnen am Sonnabend, dem 29. August, in der Brauereistraße 39, auf dem Gelände der einstigen Funkmechanik, mächtig einheizen will. Schließlich gehört zu einem hartgesottenen Bikerleben die rastlose Suche nach dem Wahren, Einzigartigen und Authentischen. Das macht die Szene des Chroms und Lacks ja zum Glück auch so bunt und unangepasst.


Anreise mit Bike nicht unbedingt nötig


„Wir veranstalten von 18 Uhr bis open end unsere mittlerweile 8. Heroes Nigth. Eine Anreise mit dem Motorrad ist nicht zwingend erforderlich, jedoch gern gesehen. Zelten ist kostenlos auf dem Festgelände möglich“, sagt Matthias Faust. Der 50-Jährige fährt eine gechoppte Harley und ist Mitorganisator dieser traditionellen Veranstaltung, die bereits weit über die Kreisgrenzen hinaus ihre Liebhaber gefunden hat. Die werden sich den Termin wahrscheinlich schon längst rot im Kalender angestrichen haben. Dass „Scenery aus Bremen, Gumbles aus der Lewitzstadt und Dresden sowie vielleicht noch örtliche Jugendbands für Live-Musik sorgen werden“, lässt der gebürtige Neustädter ebenfalls nicht unerwähnt.

„Die sieben Euro Eintritt brauchen wir, um die Musiker zu bezahlen und die Unkosten für das 200 Quadratmeter große Zelt und das Grillen zu bestreiten“, erklärt Faust, der in Ludwigslust, nahe der alten Post, ein Elektronikstudio betreibt.


Neustadt’s Hereos sind kein Motorradclub


„Die Genehmigung von der Stadt haben wir jedenfalls“, ergänzt Roland Fenske. Der 50-Jährige ist bei den Heroes Neustadt-Glewe, die 27 Getreue zählen, unter ihnen zehn selbstfahrende Ladies und Sozias, seit 2007 Mitglied. „Wir sind kein Motorradlub, sondern nur eine Truppe, die gern zusammen Kilometer abspult. Die Marke ist dabei ziemlich wurscht. Hauptsache es fließt Benzin durch die Adern“, grinst der gebürtige Neustädter, der sich seine Brötchen unter der Woche als Disponent in einer Spedition verdient. Seit er 15 Jahre alt gewesen sei, habe er alles gefahren, was zwei Räder hätte, erinnert sich Fenske. Also auch fast alle Ostblock-Modelle. Dass er regelmäßig an den Treffs teilnehme, habe mit der Tatsache zu tun, dass man hier unter sich sein und sich auch so geben könne. Ohne künstliche und schwülstige Höflichkeit.

„Wir sind ganz normale Leute. Es ist auch kein richtiges Biker-Treffen, sondern eher eine Art Stadtfest, was wir hier veranstalten wollen. Rund 90 Prozent der Besucher, das wissen wir aus den Vorjahren, sind nämlich Einheimische und keine Auswärtigen. Wir haben hier schon manches Mal an die 600 Gäste gezählt“, betont der Liebhaber schneller Feuerräder im SVZ-Gespräch. Die 8. Hereos Night solle vor allem ein tiefenentspannter Spaß für alle Altersklassen werden, mit Rock’n Roll, netten Gesprächen und was ehrlich Anständigem für Kehle und Bauch. Bis zum ersten Hahnenschrei, wenn möglich.

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