Die Landschaftsbauer

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12. Februar 2018, 14:30 Uhr

Dieser Job, der eigentlich eine Berufung ist, wird unterschätzt. Und das seit Jahrzehnten. Die Lebensmittel sind für viele zur Ramschware geworden, alle leben in Sachen Nahrung im Überfluss, die Arbeit der Landwirte ist hart und oft genug schlecht bezahlt. Kein Wunder, dass die Stimmung mies ist. Dazu kommen die Wetterkapriolen. Noch gestern wussten viele Landwirte nicht, wann sie wieder auf ihre Flächen können. Was sich da gestern beim Lobbyverein Bauernverband Bahn brach, ist weit mehr als die sonst übliche Maulerei über das Wetter. Auch unsere Landwirtschaft im Kreis steckt in einer Systemkrise. Streichelzoo auf dem ach so idyllischen Bauernhof oder effiziente Großviehhaltung? Biostandards oder konventionelle Arbeit, auch mit Glyphosat? Diese Fragen stellen sich auch bei uns. Dazu kommen die gewaltig gestiegenen Pachten und Ackerpreise. Da wäre Klarheit über die politischen Rahmenbedingungen nicht schlecht. Aber das kann dauern, da haben Land und Bund nur begrenzt etwas zu sagen. Dabei sind es die Bauern, die unsere Kulturlandschaft erschufen und sie täglich neu gestalten.

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