Zarrentin : Die kleinen Biosphäre-Profis

„We are the future“ – Wir sind die Zukunft: Die Schüler der Zarrentiner Grundschule werden zu Biosphäre-Profis ausgebildet. Beteiligt an dem Projekt ist unter anderem Frank Schmidt (l.) vom Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe.
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„We are the future“ – Wir sind die Zukunft: Die Schüler der Zarrentiner Grundschule werden zu Biosphäre-Profis ausgebildet. Beteiligt an dem Projekt ist unter anderem Frank Schmidt (l.) vom Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe.

Modell-Projekt an Grundschule in Zarrentin gestartet: Lehrer und Ranger arbeiten bei Umweltbildung zusammen

svz.de von
16. Mai 2018, 16:00 Uhr

Sie waren zunächst zwar nicht zu sehen, dafür aber schon zu hören. Die Schüler der Klasse 1b der Fritz-Reuter-Schule Zarrentin nutzten ihren Ausflug zum Pahlhuus, um ihrem Bewegungsdrang nachzugehen – und nicht still und leise auf der Schulbank sitzen zu müssen. Allerdings stand dort nicht nur Spiel und Spaß auf dem Programm, sondern „etwas besonderes“, wie Klaus Jarmatz, Leiter des Biosphärenreservatsamtes Schaalsee-Elbe, an die Kinder gerichtet meinte. „Es geht um den Biosphäre-Pass, den ihr heute empfangt.“ Ein Modell-Projekt.

Hintergrund dafür ist, dass die Zarrentiner Grundschule schon seit Jahren mit dem Biosphärenreservatsamt zusammenarbeitet. „Wir gehen zweimal pro Schuljahr in die ersten bis vierten Klassen. Dann besprechen wir Themen wie Abfall, Energie oder wie sich die Natur in den verschiedenen Jahreszeiten verändert“, erzählt Rangerin Kerstin Titho. „Die Schulleiterin Frau Holstein hatte dann die Idee, ob man die ganzen Projekte nicht in einem Heft bündeln kann.“

Herausgekommen ist sozusagen ein Arbeitsheft mit dem Titel: „Mein Biosphäre-Pass“. Es wird die Schüler über ihre gesamte Grundschulzeit hinweg begleiten. Die Aufgaben und Anforderungen sind dabei auf die jeweiligen Klassenstufen angepasst. So starten die Schüler der ersten Klassen beispielsweise mit dem Thema Frühling. In der vierten Klasse werden sich die Kinder dann mit dem Energiekreislauf, Müll und Abfall beschäftigen. Sind alle Aufgaben erledigt erhalten die Schüler am Ende ihrer Grundschulzeit eine Urkunde, die bescheinigt: „Du bist jetzt ein richtiger Biosphäre-Profi.“

An der Entwicklung des Biosphäre-Passes waren neben dem Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe auch Lehrerinnen der Fritz-Reuter-Schule beteiligt. Unterstützt wurde das Projekt von der Wemag. „Die Kooperation mit dem Energieversorger haben wir vor mehr als zwei Jahren vereinbart. Sie trägt nun Früchte und ist nicht nur Sponsoring, sondern eine echte Zusammenarbeit“, so Klaus Jarmatz. Auch Caspar Baumgart vom Vorstand des Unternehmens zeigte sich begeistert von dem Projekt: „Ich habe heute morgen meinen Kindern erzählt, was die Zarrentiner Schüler heute bekommen und sie waren richtig neidisch, weil sie es nicht haben.“

Das könnte sich eventuell ändern, zumindest für Kinder, die in anderen Biosphärenreservaten in die Schule gehen. Denn der „Biosphäre-Pass“ soll in Zarrentin nur erprobt werden. „Wenn er sich bewährt, könnte er auch in anderen Biosphärereservaten eingeführt werden“, blickt Klaus Jarmatz voraus.

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