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Mehrgenerationsprojekt in Lübtheens Stadtmitte : Die Jungen ziehen zu den Alten

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Die Seniorenresidenz in der Alten Post ist noch nicht ganz fertig, da plant der Jessenitzer Aus- und Weiterbildungsverein schon seinen nächsten Coup. Hinter der Senioren-Villa soll eine Kindertagesstätte entstehen.

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erstellt am 01.Okt.2012 | 11:20 Uhr

Lübtheen | Die Seniorenresidenz in der Alten Post ist noch nicht ganz fertig, da plant der Jessenitzer Aus- und Weiterbildungsverein (JAW) schon seinen nächsten Coup. Hinter der Senioren-Villa soll eine Kindertagesstätte entstehen. Angedacht ist eine integrative Kita mit flexiblen Öffnungszeiten für 15 Kindergarten- und sechs Krippenkinder. Damit kommt JAW-Geschäftsführer Günter Uebe seiner Vision vom Mehrgenerationenprojekt in Lübtheens Stadtmitte ein großes Stück näher. Fast täglich ist der 64-Jährige draußen auf der Baustelle an der Alten Post. Das denkmalgeschützte Haus steht kurz vor der Fertigstellung. Die Wände sind mit Lehm verputzt, die Bäder frisch gefliest. Oben, im Dachgeschoss wird gerade gemalert, unten im Keller der Fahrstuhl montiert. "Mitte November wollen wir mit allem fertig sein", sagt Uebe. Dann werden wir die Lübtheener zum Tag der offenen Tür einladen und im Dezember ziehen die ersten Mieter ein." In der Alten Post können dann acht Senioren in separaten Wohnungen leben. Vier haben den Mietvertrag schon unterschrieben. Mit Christa Pagel, Ursula Pegel, Anton Schmidt und Ingrid Brandstädter ziehen vor allem alte Lübtheener in das geschichtsträchtige Gebäude. "Ich habe mich sofort in das Haus verliebt", sagt die 80-jährige Christa Pagel. Von ihrem Fenster aus sieht sie die Kirche, den Bäcker und die Apotheke. Die Stadtbibliothek ist gleich nebenan, der Supermarkt gegenüber. Wer hier wohnt, ist mittendrin und nicht allein, sagt Günter Uebe. Die Bewohner könnten so eigenständig wie möglich leben, aber auch Hilfsangebote annehmen. Wichtig sei der Raum für Begegnungen. Es wird Ausflugsangebote und Theaterfahrten geben. Sauna, Therapie- und Gemeinschaftsräume im Keller könnten auch von der Öffentlichkeit genutzt werden.

Auf der Grünfläche hinter dem Haus soll ein Spielplatz und daneben schon 2013 die Kita stehen. "Klein, aber fein - genauso wie das Seniorenhaus", beschreibt sie Eilyn Brockmöller vom Aus- und Weiterbildungsverein. Die Idee vom Mehrgenerationenprojekt findet sie großartig. Jeder könne von jedem lernen und alle könnten gemeinsam etwas unternehmen. Tanzen, Backen, Singen, Spielen... "Möglichkeiten gibt es genug."

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