Haar : Die junge Generation im Blick

Schnelligkeit war beim Gemeindefeuerwehrtag in Haar gefragt beim Herrichten der Wasserentnahmestelle.
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Schnelligkeit war beim Gemeindefeuerwehrtag in Haar gefragt beim Herrichten der Wasserentnahmestelle.

Gemeinschaftssinn und Zusammenhalt prägen den Ortsteil, dessen Bevölkerungsstruktur sich in den letzten Jahren verändert hat

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17. Mai 2018, 12:00 Uhr

„Wir leben in einer Landschaft an der Elbe, die vielseitige Reize zu bieten hat“, sagt Waltraut Hoffmann, Ortsvorsteherin Haars. Genau das scheinen auch die Einwohner Haars zu erkennen und an ihrer Heimat zu lieben.

„Der Zuzug vieler Menschen, besonders in den Elbdörfern, brachte eine gute Vermischung von Stadt- und Landbewohnern. Das Kennenlernen veränderte die Strukturen der Bevölkerung“, erzählt Waltraut Hoffmann. Doch auch wenn sich die Bevölkerungsstruktur verändert haben mag, ist Haar und seinen Dörfern eines geblieben: der Zusammenhalt der Gemeinschaft. Durch zahlreiche Vereine und andere Aktionen ist in Haar und der Umgebung etwas los. Die natürlichen Reize der Elbtalaue werden genutzt, ob zur Radtour am Frauentag oder für den Sonntagsspaziergang.

Das haben mittlerweile auch die jüngeren Leute erkannt. „Die junge Generation, die bei der Wende Kinder waren, sind der Gemeinde teilweise treu geblieben. Sie nutzen die Möglichkeiten der Unterstützung durch die Rückgliederung. Gründen Familien, verschönern die Häuser oder bauen neue“, berichtet die Ortsvorsteherin stolz. Viele würden lieber täglich mit der Fähre in Richtung Lüneburg pendeln, als ihre immergrüne Heimat zu verlassen. Auch die Gemeinde habe die junge Generation im Blick, denn sie seien die Stützen der Dorfgemeinschaft – ehrenamtliche Arbeit in der Feuerwehr, im Angel- oder Karnevalsverein.

Dieser Gemeinschaftssinn sei es auch, der Waltraut Hoffmann mit Haar verbinden würde. „Mein Zuzug im Jahr 1958 bis zum heutigen Tag verbindet drei Regionen: das Wendland, die Prignitz und die Elbtalaue. Doch am Ende waren es die Menschen, die mich hier gehalten haben – ihre Beständigkeit und die Besinnung auf die Sprache“, sagte Waltraut Hoffmann und lobt die Arbeit des plattdeutschen Zirkels, der durch den Plattdeutsch-Beauftragten aus Lüneburg, Günter Wagner, unterstützt wird.

Dieses Engagement, dieser Zusammenhalt und die allgemeine Historie Haars und seiner Dörfer sei es wert, bewahrt und in die nächste Generation getragen zu werden, so wie es Werner Hüls getan hat. „Das Schaffen von Werner Hüls hat für die Heimatgeschichte eine besondere Bedeutung“, so Waltraut Hoffmann, „Es ist wichtig, dass sein Nachlass aufgearbeitet wird und nicht verloren geht. Man muss einen Platz finden, an dem es auch für spätere Generationen zugänglich ist.“ Doch auch wenn bisher kaum Junghistoriker für den Ortsteil Haar und seine dazu gehörigen Dörfer oder die Gemeinde Amt Neuhaus im Allgemeinen gefunden werden konnten, ist Waltraut Hoffmann trotzdem eines: „Ich bin beeindruckt davon, wie viele Mühen die jungen Leute auf sich nehmen, um dem Amt Neuhaus verbunden zu bleiben.“

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