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Hagenower Kreisblatt

19. November 2017 | 02:31 Uhr

Radwege : Die große Lücke bei Hagenow

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Zwischen Kuhstorf, Bresegard und Picher leben die Radfahrer seit Jahren besonders gefährlich

von
erstellt am 11.Mai.2015 | 08:00 Uhr

„Im Radwegenetz klafft eine bedauerliche Lücke zwischen den Gemeinden Kuhstorf, Bresegard und Picher. Ein Schluss dieser ca. 8 km langen Lücke wäre besonders wünschenswert, da durch eine überschaubare Maßnahme eine erhebliche Verbesserung des Radwegenetzes erreicht werden könnte“. Das schrieben uns jetzt Annelies Ehm, Detlef Christ und Dr. Marianne Röckseisen, die Bürgermeister der drei Gemeinden im Hagenower Umland. Ihr gemeinsamer Brief ist eine Reaktion auf die Beitragsserie in der Schweriner Volkszeitung, die sich mit den immer noch bestehenden Lücken im Radwegenetz befasste.

Die von den drei ehrenamtlichen Bürgermeistern beschriebene Strecke ist sogar bereits beschildert als Bestandteil des Elbetal-Schaalsee-Rundweges und als Tour 15. Ähnlich eingeknickt wie die Hinweisschilder in Bresegard erscheint auch die Umsetzung des Ausbaus dieses Abschnittes des Radwegenetzes.
„Die Gemeinden Bresegard bei Picher, Kuhstorf und Picher setzen sich deshalb gemeinsam für den dringend notwendigen Radweg entlang der Landesstraße L04 von Kuhstorf über Bresegard nach Picher ein. Als besonderes Anliegen haben sie dabei zusätzlich die Wiederherstellung der stark lückenhaften Allee entlang der Landesstraße L04.“

Hintergrund: Zwischen Kuhstorf und Picher wird die Landesstraße von einer alten Pflaumenbaumallee begleitet. Diese Allee schwindet zum Bedauern vieler Bürger rapide. Aufgrund von Alterung, Krankheit und Schäden wurden in den letzten Jahren zahlreiche Pflaumenbäume ersatzlos gefällt, vor kurzem erneut über 70 Bäume. Obwohl Alleen grundsätzlich Bestandsschutz haben und politisch unterstützt werden, sind hier keine Nachpflanzungen vorgesehen. Zumindest ist das den Gemeinden nicht bekannt.

In einem entsprechenden Antrag an das Straßenbauamt Schwerin legten die drei Gemeinden im Februar 2015 ihre Argumentation für den Radweg und die Allee dar, und hoffen damit in die Vorschlagsliste, die das Straßenbauamt dem Kreis unterbreitet, aufgenommen zu werden. Danach könnte der Landkreis Ludwigslust-Parchim diesem Radweg eine Priorität zuweisen. Eine Antwort steht noch aus.

Durch den Bau des Radweges und die Pflanzung der begleitenden Allee erwarten die drei folgende Wirkungen:
• Schluss der Lücke des Radwegenetzes zwischen Picher und Kuhstorf und damit eine durchgehende Verbindung der Mittelzentren Hagenow und Ludwigslust und darüber hinaus bis zur Elbe
• Steigerung der Attraktivität des Schulstandortes Picher durch sicherheitsverbesserte und kinderfreundliche Erreichbarkeit
• Steigerung der Attraktivität der Kindertagesstätten Kuhstorf und Picher durch mehr Sicherheit
• Verbesserung der Erreichbarkeit und des Einzugsbereiches für z.B. Bäcker, Kaufladen, Fußballplatz, Landhandel, Turnhalle, Gastronomie in Kuhstorf, Bresegard und Picher für die Bürger der Region
• Neuanpflanzung der Allee als unmittelbare Ausgleichsmaßnahme für die Versiegelung durch den neuen Radweg und für die zahlreichen in letzter Zeit ersatzlos gefällten Bäume der überalterten und von Krankheiten geschwächten bisherigen Pflaumenallee.
Bäume mit Blüten und Früchten sind ökologisch sehr wertvoll für zahlreiche Insekten, Vögel und Kleintiere - außerdem eine Augenweide für die Menschen
• Förderung des nichtmotorisierten Verkehrs, dadurch Klimaschutz und Gesundheitsförderung
• Wertvoller Beitrag für Naherholung und Tourismus durch die schöne Streckenführung mit diversen Möglichkeiten in die Umgebung abzubiegen, weitreichende Vernetzung, Steigerung der Attraktivität der Region für Radwanderer und Radaus flügler
• Durch das vermehrte Verkehrsaufkommen, auch großer Fahrzeuge, in den vergangenen Jahren ist die Gefahr für Radfahrer auf dieser Strecke erheblich gestiegen. Die Verkehrssicherheit würde durch eine Trennung von motorisiertem und nicht motorisiertem Verkehr deutlich profitieren.
Abschließend heißt es in dem Schreiben: „MV tut gut, heißt es in der Werbung für unser Land. Dieser Radweg mit Allee könnte ein guter Baustein dafür sein.“

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