Die Fragen zum Wochenende : „Die Familie ist das Wichtigste“

Für Reinhard Reimer gibt es nicht schöneres, als einen sonnigen Tag mit seiner Familie in seinem Garten zu verbringen – so wie hier mit Ehefrau Christiane und Enkelin Helene.
Für Reinhard Reimer gibt es nicht schöneres, als einen sonnigen Tag mit seiner Familie in seinem Garten zu verbringen – so wie hier mit Ehefrau Christiane und Enkelin Helene.

Im Schloss Dreilützow ist er der Mann für alles und auch in seiner Freizeit genießt Reinhard Reimer die Natur und die Zeit mit seinen Liebsten

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04. Juni 2017, 09:00 Uhr

Einen sonnigen Tag mit Familie in seinem Garten verbringen – das ist ein perfekter Tag für Reinhard Reimer. Der 61-Jährige ist als Mann für alles im Schullandheim Schloss Dreilützow tätig – führt Schüler- und Besuchergruppen über das Gelände und erklärt ihnen dabei die Besonderheiten der Natur. Eines seiner Steckenpferde ist die Ornithologie, die Vogelkunde. Allein in seinem 500 Quadratmeter großen Kleingarten in der Wittenburger Sparte „Kastanienallee“ hat Reinhard Reimer 14 Nistkästen. Der „Mecklenburger Jung“ ist mit sechs Geschwistern aufgewachsen, zu denen er bis heute ein enges Verhältnis hat. Der Naturliebhaber hat zwei Kinder, zwei Stiefkinder und wird demnächst zum fünften Mal Großvater. SVZ-Volontärin Jacqueline Worch stellte dem bekennenden Familienmensch die beliebten Fragen zum Wochenende.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Für jedes Problem gibt es eine Lösung.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Bei mir im Garten. Hier tanke ich auf für den nächsten Tag. Am schönsten ist es morgens, wenn die Sonne aufgeht. Dann sitze ich hier, rundherum ist Ruhe. Ich trinke einen Kaffee mit meiner Frau und genieße den Tag.

Welchen Wunsch wollen Sie sich noch erfüllen?
Ach, da gibt es so viele. Ich würde gerne mal nach Afrika fahren, in die Savanne. Die Gnus beobachten und die Löwen. Einen Wunsch habe ich mir schon erfüllt. Ich bin in Norwegen gewesen, auf den Fjorden und habe große Fische rausgezogen.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Ich glaube, da war ich 14 Jahre alt. Bei uns im Ort hatten wir einen Schweinestall und da habe ich dann gearbeitet.

Wofür haben Sie es ausgegeben?
Ein Simson S50 – ein Moped.

Wo findet man Sie am ehesten?
Entweder in meinem Garten oder in Dreilützow.

Was stört Sie an anderen?
Unehrlichkeit. Wenn jemand nicht gerade heraus ist, sondern hintenrum über einen redet. Und Menschen, die immer nur meckern und negativ reden. Wir haben nur ein Leben und das sollten wir genießen.

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Meine Eltern – die haben sieben Kinder großgezogen und waren beide berufstätig.

Was bedeutet Ihnen persönlich Glück?
Harmonie in der Familie.

Sind Sie eher ein Kopf- oder ein Bauchmensch?
Eigentlich beides. Aber ich glaube, ich entscheide eher rational, also eher ein Kopfmensch.

Was findet man immer in Ihrem Kühlschrank?
Etwas zu Essen. Fisch oder Schwarzbrot esse ich zum Beispiel ganz gern. Oder abends vorm Fernsehen mal ein leckeres Eis, aber das ist ja dann nicht im Kühlschrank, sondern im Gefrierfach.

Können Sie sich mit nur einem einzigen Wort beschreiben?
Geradeaus. Was ich denke, sage ich auch, wenn es auch manchmal weh tut.

Wen würden Sie gern mal auf einen Becher Kaffee treffen?
Vielleicht Zaher. Er kommt aus Afghanistan und hat bei uns im Schloss Dreilützow gearbeitet. Er ist aus seiner Heimat über die Türkei nach Deutschland geflohen und hat jetzt große Probleme, hier bleiben zu dürfen.

Wenn Sie kochen oder Essen gehen, welche Küche bevorzugen Sie?
Hausmannskost. Also unsere deutsche Küche, aber da vor allem Fisch in allen Variationen.

Worauf könnten Sie niemals verzichten?
Auf meine Familie.

Wo ist für Sie Heimat?
In Mecklenburg. Ich möchte Mecklenburg nicht verlassen.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Ich bin kein großer Leser, aber wenn ich Bücher lese, dann meistens über ornithologische Dinge, über Natur, weil mich das interessiert und weil ich versuche, mich auf diesem Gebiet immer weiterzubilden, um es an die Gruppen im Schloss Dreilützow oder an meine Enkelkinder weiterzugeben.

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?
Auf jeden Fall hier im Garten beim Wirtschaften und Machen und Tun. Vielleicht kann ich das, was ich jetzt beruflich mache, dann auch noch in der Freizeit machen. Aber das Wichtigste im Leben ist eigentlich, gesund zu bleiben.

Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer ersten Reise?
Als Kind bin ich nach Dresden-Zittau und ins Elbsandsteingebirge gefahren. Ich fand diese Säulen faszinierend. Es war schön, diese Natur zu sehen.

Wem sollten wir diese Fragen einmal stellen?
Annette Hacke. Sie ist ein Mensch, der viel erlebt hat. Sie hat in der Altenpflege gearbeitet und ist Kirchenratsvorsitzende in Döbbersen.
 

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