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Boizenburg : Die Ära des „Kultis“ scheint zu Ende

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Abrissgenehmigung wahrscheinlich

svz.de von
erstellt am 12.Aug.2014 | 16:13 Uhr

Sanierung und damit Erhalt oder Abriss der des Objektes? Für das Kulturhaus „Kurt Bürger“ scheint diese Frage beantwortet. „Es ist wohl davon auszugehen, dass einem Abriss zugestimmt wird“, sagte Dagmar Poltier gegenüber unserer Redaktion. Das wäre das unwiderrufliche Ende der Ära des „Kultis“.

Unter den Boizenburgern stößt das nicht überall auf ungeteilte Gegenliebe. Das 1952 eingeweihte Gebäude war eine beliebte Begegnungsstätte, um zu feiern, Ausstellungen zu besichtigen und ganz verschiedenen Hobbys nachzugehen. Bis zum 6. November 2006. Da beendete ein Brand in voller Ausdehnung, wie die Feuerwehr sagte, die schöne „Kulti“-Zeit.

Mit der ewp Bau GmbH & Co. KG aus Wittenburg gab und gibt es einen Investor, der am Weg der Jugend eine Seniorenwohnanlage errichtet. Etwa zehn Millionen Euro sollen in die um die 15 000 Quadratmeter große Baustelle fließen. Geplant sind 86 betreute Wohnungen in fünf Dreigeschossern. Die ersten Möbelwagen fuhren im Februar 2012 vor.

Während der Baufortschritt voran ging, passierte mit dem „Kulti“ bis auf ein paar Sicherungsmaßnahmen nichts. Der Investor wollte die Brandruine abreißen, da das Gebäude nach den Brandschäden nicht mehr zu sanieren sei, was ein Gutachter bestätigte. Die Denkmalpflege des Landes erhob Einspruch. Das ehemalige Kulturhaus sei zwar recht jung, aber in der relativ kurzen Zeit seines Bestehens prägend für die Entwicklung und das Bild einer Stadt gewesen. Bei allem Hin und Her blieb Lutz Eichel, der Repräsentant der ewp-Gruppe, gelassen.

„Wir gehen davon aus, dass der von uns beantragte Abriss genehmigt wird“, meinte er immer wieder auf Anfragen unserer Redaktion. Es sieht so aus: Neben dem Beweissicherungsgutachten zum baulichen Zustand des Denkmals „Kulti“ läge auch eine Wirtschaftlichkeitsberechnung vor, die, so Dagmar Poltier, die Denkmalbehörde überzeugen könnte. Deren Entscheidung bezüglich des Abrisses läge der Stadt zwar noch nicht vor, aber Dagmar Poltier glaubt an eine Zustimmung.

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