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Hagenower Kreisblatt

18. November 2017 | 07:47 Uhr

Wittenburg : Deutsche Post und DHL investieren

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Neues Verteilzentrum für Briefe und Pakete im Südring soll Anfang 2018 in Betrieb genommen werden

von
erstellt am 04.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Das gestiegene Paketaufkommen der Deutschen Post DHL Group, der Internethandel ist größten- teils mit dafür verantwortlich, bringt den gelben Riesen mancherorts an seine Grenzen. Um die optimale Verarbeitung der Sendungsmengen auch weiterhin gewährleisten zu können, veranlasste die Deutsche Post deshalb die Errichtung eines völlig neuen Verteilzentrums in der Mühlenstadt. Und zwar im Südring. Dort wurde Ende letzter Woche bereits zünftig Richtfest gefeiert.

Maßgeschneidert und auf neuestem Stand

„Wir ziehen hier am Südring ein völlig neues Logistikzentrum hoch, das von vorne bis hinten auf die Bedürfnisse von Post und DHL maßgeschneidert und mit den modernsten Einrichtungen ausgestattet sein wird“, erklärt Michael Luchs. Anfang 2018 solle der Bau mit seinen rund 500 Quadratmetern Fläche fertiggestellt sein, berichtet der Wittenburger Bauunternehmer im SVZ-Gespräch. Baubeginn sei im Juni dieses Jahres gewesen, informiert Luchs, der rund 700 000 Euro in das Projekt investiert.

„Die Post mietet sich langfristig in das Gebäude ein, das ist vertraglich vereinbart“, sagt Luchs, dem auch die Alte Post in der Großen Straße 6 gehört. „Hier wollte das Unternehmen sich in dem 1892 gebauten Haus vergrößern. Doch Erweiterungen sind recht schwierig, denn die Immobilie steht unter Denkmalschutz. Der Platzmangel - jetzt nutzt die Deutsche Post etwa 200 Quadratmeter Fläche in dem Haus - hat dann zu der Überlegung geführt, die Dienstleistungen zu verlagern, praktisch aus der Stadt heraus zu nehmen.“ Luchs hatte das historische Haus 2011 gekauft und komplett saniert. Oben befinden sich heute vier moderne Wohnungen, unten sollen drei weitere folgen.

„Das neue Haus im Südring wird ein recht solider Bau werden. Außerdem ist es für den Lieferverkehr viel besser erreichbar, weil dort drumherum einfach mehr Platz ist.“ Besonders zu Spitzenzeiten, beispielsweise vor Ostern und Weihnachten, werde sich das neue Postverteilzentrum wohl recht schnell bezahlt machen, ist Luchs felsenfest überzeugt. Und er liegt damit offensichtlich nicht falsch, denn die neue Anlage trägt den neuen Entwicklungen in zweierlei Hinsicht Rechnung. Immer mehr Post-Mitarbeiter sind keine Briefträger mehr, sondern so genannte Verbundzusteller. Das heißt, sie bringen Briefe und Pakete. Derzeit macht ihr Anteil etwa ein Drittel der Postzusteller aus, Tendenz steigend. Denn die Zahl der Briefe, die verschickt werden, nimmt massiv ab, die der Pakete hingegen zu.

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