"Kurs Elbe. Hamburg bis Wittenberge" : Desinteresse bei Bootshäfen beklagt

<strong>Die Bootsbewegungen auf der Elbe</strong> stehen im Mittelpunkt eines Erfahrungsaustausches zwischen Wittenberge, Dömitz  und Hamburg.<foto> archiv</foto>
Die Bootsbewegungen auf der Elbe stehen im Mittelpunkt eines Erfahrungsaustausches zwischen Wittenberge, Dömitz und Hamburg. archiv

Sportboothäfen zwischen Hamburg und Wittenberge, ihre Ausstattung und ihre Qualität sind eines der wichtigsten Themen des Projektes "Kurs Elbe. Hamburg bis Wittenberge". Nun gab es ein Treffen in Wittenberge.

svz.de von
15. Januar 2013, 11:18 Uhr

Prignitz/Hamburg | Sportboothäfen zwischen Hamburg und Wittenberge, ihre Ausstattung und ihre Qualität sind in diesem Jahr eines der wichtigsten Themen des Projektes "Kurs Elbe. Hamburg bis Wittenberge". Unlängst hatten die Akteure zu einem Informationsaustausch in die Gaststätte Fährmann nach Wittenberge eingeladen. Auch in Dömitz fand kürzlich eine solche Veranstaltung statt.

"Wir wollten von den Betreibern der Häfen die wichtigsten Basisdaten erfahren, wollten sie über unsere Ziele informieren und über eine Klassifizierung durch den ADAC", fasst Beraterin Katja Stefanis von der Freizeit- und Tourismusberatung GmbH zusammen. Doch die Resonanz sei ernüchternd oder wie es Jens Kowald als Geschäftsführer der Tourismusgesellschaft Flusslandschaft Elbe formuliert: "Es gibt ein augenscheinliches Desinteresse der Sportboothäfen." Das sei auf den bisherigen Treffen elbabwärts deutlich anders gewesen.

Ziel sei in diesem Jahr die Zertifizierung mit dem Steuerrad-Symbol als maritimes Gütesiegel durch den ADAC. Dieses Siegel gebe es bundesweit und biete Wassertouristen eine gute Orientierung. Grundlagen seien mindestens zwei Gastliegeplätze, Stromanschluss, Trinkwasser und Sanitär. Das Treffen hätte auch Gelegenheit gegeben zu erfahren, in welchen Hafen noch was verbessert werden könnte, sagt Katja Stefanis. In einem zweiten Schritt hätte man über die Finanzierung nachdenken können.

Doch weder aus Cumlosen und Lenzen noch aus Hinzdorf waren Vertreter von den dortigen Häfen erschienen. Dafür aber Wittenberge mit dem Nedwighafen, dem Motorsport- und Segelclub Neptun sowie Vertretern der Stadt.

Der Tourismusverband Prignitz war ebenfalls enttäuscht über die schwache Resonanz. "Wir werden mit den Betreibern sprechen", kündigt Geschäftsführer Uwe Neumann an. Immerhin seien die Häfen mit Fördergeld und somit mit öffentlichen Finanzhilfen gebaut worden. Mehr Initiative sei daher wünschenswert.

Das 2012 gestartete Großprojekt kann mittlerweile erste Ergebnisse vorweisen. Druckfrisch ist ein kleiner Flyer samt Karte mit den vorhandenen Häfen und Informationen zu Kanuverleih, Aussichtspunkten und Angeboten für Touristen erschienen. Wer den darauf befindlichen QR-Code mit seinem Smartphone einliest, wird automatisch auf die Homepage www.kurs-elbe.de geleitet. In etwa zwei Wochen sei die Seite freigeschaltet, liefere dann online weitere Informationen.

"Sportboothäfen können dort ihre Angebote eintragen, Fahrgastbetreiber ihre Routen und Fahrpläne", nennt Katja Stefanis Beispiele. Natürlich müssten diese Angaben aktualisiert werden. Werbung für die touristische Schifffahrt zwischen Hamburg und Wittenberge soll der Elbetag am 21. April in Lauenburg machen. Geplant sind Schnupperfahrten und eine Flottenparade. Die Prignitz werde sich daran mit einem Informationsstand auf dem Lande beteiligen. Das Wittenberger Fahrgastschiff "Wels" werde nicht teilnehmen, da Hin- und Rückfahrt vier Tage Zeit in Anspruch nehmen.

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