Altstadtfest Hagenow : Der Trubel zwischen den zwei Bühnen

Die Showband „Right Now“ soll am Freitagabend die Stimmung auf dem Hagenower Lindenplatz befeuern.   Fotos: Pohle/Veranstalter
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Die Showband „Right Now“ soll am Freitagabend die Stimmung auf dem Hagenower Lindenplatz befeuern. Fotos: Pohle/Veranstalter

Hagenow erwartet von Freitag bis zum Sonntag wieder Zehntausende Besucher / 25. Auflage des Festes will sich auch an Qualität des Angebotes messen lassen

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25. Juni 2015, 11:45 Uhr

Die ersten Absperrungen stehen schon längst, seit Dienstag laufen schon die Aufbauarbeiten auf den beiden großen Bühnen- Hagenow ist schon wieder im Altstadtfest-Modus. Organisator Rolf Eggert stellte im Vorfeld dem Publikum ein qualitätsvolles Angebot in Aussicht. „Wir machen nicht auf billig“, erklärte der Lübtheener, der mit seinem Sohn Sebastian und der dazugehörigen Firma das größte Fest der Region seit Jahren organisiert. Die Stadt Hagenow hat zwar an vielen Punkten Mitspracherecht und hilft mit ihren Leuten wo sie kann, entscheiden kann sie aber nicht.

Die 25. Auflage des „Altstadt- und Schützenfestes“, wie es offiziell heißt, setzt wieder auf die Mischung von Bewährtem und einigen Neuerungen. Es bleibt bei den großen Bühnen zwischen Lindenplatz und Rathausplatz zwischen denen sich fast alles abspielt. Auch die Schützen werden wieder für eine halbe Stunde die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, wenn sie auf dem Lindenplatz ihre Ehrungen vollziehen.

In diesem Jahr soll es aber mehr und vor allem auch etliche andere Händler als in den vergangenen Jahren geben. In Sachen Stimmung soll es am Freitag die mit dem Privatsender „Ostseewelle“ eng verbundene Showband „Right Now“ aus Berlin richten. Am Sonnabend ist dann die Showtruppe „Skyline“ an der Reihe. Stargast des Sonntages, wenn es das überhaupt gibt, soll Annemarie Eilfeld sein, eine Schlagersängerin, die durch die Sendung DSDS bekannt wurde.

Es gibt aber auch zwei Auftritte von Hagenower Bands, die Beachtung verdienen. Zum einen ist am Sonnabend ab 17 Uhr „Next One“ an der Reihe. Einen Tag später folgen zur gleichen Zeit auf dem Lindenplatz „Out of Nowhere“.

Kein Altstadtfest ohne die beiden Grundpfeiler der Hagenower Unterhaltung, das Tanzstudio und die Dörpschaft. Das Tanzstudio, das nach Auskunft von Chefin Jana Horn insgesamt mit 200 Tänzerinnen am Start sein wird, will vor allem am Sonnabend mit einer besonderen Show „25 Highlights zum Altstadtfest“ überraschen.

Die Dörpschaft, zuletzt durch Trauerfälle schwer gebeutelt, hat den traditionellen Eröffnungspart am späten Sonnabend-Vormittag. Und die Dörpschaft wird das Fest auch wie gewohnt am Sonntag Abend beschließen. Ohne die Hagenower Beteiligung, die regional einzigartig ist, wäre dieses Fest sowieso nicht denkbar. Das weiß natürlich auch die Familie Eggert. Zu denen, ohne die das Fest gar nicht denkbar wäre, gehört die Mannschaft des ASB-Freizeithauses unter Simone Förster. Dieses Team koordiniert und leitet z. B. das Geschehen auf der Rathausbühne. „Ich bin froh, dass wir Frau Förster haben“, erzählt Veranstalter Rolf Eggern dazu.

Neben der Mannschaft des Freizeithauses gibt es noch einige andere Vereine oder Firmen, die zum Fest ein eigene Programm aufstellen. Das Lebenshilfewerk Hagenow/Mölln gehört dazu. Seit Jahren. Zum einjährigen Jubiläum des Café „Sophie & Rösterei“ im ehemaligen Ratskeller am Rathausplatz wird am Sonnabend um 13 Uhr eingeladen. Das barrierefreie Café „Sophie“ ist Teil der Hagenower Werkstätten, in dem zehn Menschen mit Behinderung in Service und Kaffeeverarbeitung neue und spannende Arbeitsplätze gefunden haben.
In behaglicher Atmosphäre bietet das Team vielfältige Kaffeespezialitäten und selbst gebackenen Kuchen.

Besucher können beim Rösten des Kaffees zuschauen und vor Ort liebevoll verpackte Produkte von der Bohne bis zum Spezialkaffee kaufen.

Mit einem Extraprogramm ist auch das Hagenower Museum am Start. So wird es extra Vorführungen des Gasmotors in der Maschinenfabrik geben, der Shanty-Chor tritt auf, am Sonntag wird die Folkband „Bilander“ erwartet.

Die evangelischer Kirchgemeinde bietet einen Mitmachzirkus für große und kleine Leute an, es gibt zusätzlich eine Probierwerkstatt. Dazu werden Kirchenführungen, Orgelmusik angeboten. All das findet rund um die Stadtkirche statt.

Deutlich anders als in den vergangenen Jahren wird in diesem Jahr die Badewannenregatta auf dem Mühlenteich am Sonntag werden. Kein Wettrennen mehr und auch keine Jury. Es oll wohl fünf Teams geben, das hat die Stadtverwaltung verraten. Klar ist auch, dass Neptun kommen wird und es eine Taufe geben soll. Der Rest wird dann wohl relativ zügig in die beliebte Wasserschlacht ausarten. Insgesamt soll die Veranstaltung nicht mehr so lange dauern.

In diesem Jahr wird ein anderes Bier einer anderen Brauerei ausgeschenkt, die Partner für die Organisatoren haben gewechselt. Auf die Preise soll sich das aber nicht auswirken, versprach Organisator Rolf Eggert. Der Bierumsatz auf dem Fest ist wichtig, weil er ganz wesentlich zur Finanzierung des Ganzen beiträgt.

Zu den Unterstützern in diesem Jahr gehören auch wieder einige Soldaten des Panzergrenadierbataillons, die vor allem am Lindenplatz in Erscheinung treten werden.

Los geht das bunter Treiben schon am frühen Abend des Freitags. Offizielle Eröffnung ist dann am Sonnabend ab 11 Uhr auf der Bühne am Lindenplatz. Nach dem Programm mit der Dörpschaft wird Bürgermeisterin Gisela Schwarz zum letzten Mal in dieser Funktion zum Eröffnungsrundgang einladen, während auf der Bühne dann die Sängervereinigung „Klingendes Posthorn“ übernehmen wird.




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