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BB Baumaschinen Boizenburg : „Der Standort Boizenburg hat uns Glück gebracht“

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

BB Baumaschinen Boizenburg sind mit ihren Zwei-Wege-Baggern auf Gleisbaustellen in ganz Deutschland unterwegs, wollen in den nächsten fünf Jahren weiter investieren und auf 50 Mitarbeiter wachsen

svz.de von
erstellt am 22.Aug.2017 | 13:37 Uhr

Auf vielen Baustellen, die deutschlandweit mit Gleisen, Schwellen, Bahnsteigen oder Kabeltiefbau an Zugstrecken zu tun haben, ist die BB Baumaschinen aus Boizenburg mit ihren Zwei-Wege-Baggern dabei. „‘Zwei-Wege-Bagger’ heißt dabei nicht, dass das Baufahrzeug vor und zurück fahren kann, sondern dass der Bagger auf der Straße und auf der Schiene fährt“, erklärt Geschäftsführer Dennis Scheuten lachend im Gespräch mit der SVZ. Der seit acht Jahren mit seiner Familie in Boizenburg lebende Unternehmer ist einer von drei Geschäftsführern der Firma, seine Kompagnons sind Thomas Baden aus Schwerin und Wilfried Weigel aus Füsselhövede bei Soltau. Entstanden ist die Firma 2015 aus einem Boizenburger Vorgängerunternehmen, das in die Insolvenz geschlittert war. Der Insolvenzverwalter unterbreitete den beiden damaligen Angestellten Scheuten und Weigel den Vorschlag, die Firma als GmbH neu zu gründen und weiter zu führen, um die damals vier Arbeitsplätze zu retten. Beide überlegten keinen Augenblick, obwohl sie die Geschäftsanteile dafür kaufen mussten. Seitdem geht es steil bergauf, die Anzahl der Mitarbeiter wird bis Jahresende auf zehn gewachsen sein. „Wir arbeiten wirtschaftlicher und geben nicht mehr so viel Geld aus“, erklärt Dennis Scheuten den Erfolg. Und: „Wir müssen mehr Aufträge ablehnen, als wir annehmen können.“ Deshalb will das Unternehmen auch noch weiter wachsen. Einen Zwei-Wege-Bagger hat die Firma in diesem Jahr angeschafft, zwei weitere sollen 2018 dazu kommen. Jedes der Spezialfahrzeuge kostet zwischen 400  000 und 500  000 Euro. Bis jetzt hat die GmbH ihre Investitionen vollständig selbst finanziert, doch nun sollen auch Förderungen beantragt werden.

Um die Fahrzeuge unterzubringen, wird der Firmensitz auf einem Boizenburger Gewerbehof zu klein, ab Januar wird deshalb eine Halle in Büchen angemietet. „Die Hallen in Boizenburg waren dafür zu groß oder zu niedrig“, so Scheuten. „Aber wir wollen auf jeden Fall hier bleiben. Der Standort Boizenburg hat uns viel Glück gebracht.“ Inmitten des Fachkräftemangels ist er stolz, dass bis Jahresende sechs Zwei-Wege-Baggerfahrer in seinem Unternehmen arbeiten werden. „Zwei-Wege-Baggerfahrer sind rar. Aber wir bezahlen mehr als andere Firmen“, ist dabei das einfache Erfolgsrezept. Und Dennis Scheuten hat keine Angst davor, noch größere Brötchen zu backen. „In fünf Jahren wollen wir auf 50 Mitarbeiter gewachsen sein“, erklärt er selbstbewusst. Die BB Baumaschinen Boizenburg sei nur eine von zehn Firmen dieser Art in der Bundesrepublik. Um den Fachkräftebedarf zu decken, will die Firma die Zusatzausbildung zum Zwei-Wege-Baggerfahrer in Zukunft selbst anbieten. „Die Kosten von 20    000 Euro übernehmen dabei wir“, sagt der Geschäftsführer. Die Ausbildung dauere drei Monate und geeignet dafür seien Baumaschinisten oder Straßenbauer. „Die Prüfung wird von der Deutschen Bahn abgenommen. Ein Zwei-Wege-Baggerfahrer muss genauso wie ein Zugführer alle Signale und Besonderheiten im Schienenverkehr kennen“, erklärt Scheuten. Wer sich dafür bewerben will, ist willkommen.

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