Graffiti-Workshop Boizenburg : Der Skatepark hat bunte Wände

Der Hamburger Graffiti-Künstler Jonny Mauser mit den jungen Boizenburger Sprayern.  Fotos: Katja Frick
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Der Hamburger Graffiti-Künstler Jonny Mauser mit den jungen Boizenburger Sprayern. Fotos: Katja Frick

Auf dem Werftgelände fand der erste Graffiti-Workshop statt. Fast alle Geräte sind jetzt da und werden täglich intensiv genutzt.

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10. September 2015, 06:30 Uhr

Was lange währt, wird gut. Seitdem am 31.  August die wichtigsten Geräte im Skatepark aufgestellt wurden, herrscht hier am Nachmittag ununterbrochen Gewusel. Täglich sind zwischen 20 und 30 Kinder und Jugendliche auf dem Werftgelände und skaten oder treffen sich einfach miteinander. Am Montag fand ein erster Graffiti-Workshop statt, der von rund 15 Boizenburger Kids genutzt wurde. Angeleitet wurde der Workshop von dem Hamburger Graffiti-Künstler Jonny Mauser. Die Workshop-Teilnehmer hörten und sahen ihm genau zu, berieten mit ihm und probierten aus, wie sie am besten ihr Gemeinschafts-Graffiti (s. Foto oben) umsetzen könnten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Aber ebenso die Skatekünste, die sich die jungen Boizenburger in den letzten Wochen angeeignet oder weiter trainiert haben. „Ich war der erste, der die Rampe gefahren ist“, strahlt der 10-Jährige Lyuben aus Boizenburg, der vor drei Jahren aus Bulgarien hierher gezogen ist.

„Ich freu’ mich so“, strahlt auch Fanny Eidmann, der bisherige Kopf der Skaterinitiative. „Wir haben so lange daran gearbeitet, jetzt hat sich die Arbeit gelohnt. Das macht mich voll glücklich, dass das so gut angenommen wird. Ich habe ja jetzt angefangen, in Hamburg Public Management zu studieren und musste unbedingt mal kurz hierher fahren, um mir das anzusehen.“ Zugleich nutzte sie die Gelegenheit, die Leitung der Skaterinitiative weiterzugeben. Von nun an werden der 20-Jährige Max Schenk und die 15-Jährige Maria Effenberger die Leitung der Initiative übernehmen. „Ich habe Max zu seinem heutigen Geburtstag zwei pralle Ordner der Skaterinitiative geschenkt“, lächelt Fanny. Max hat sich offenbar darüber gefreut, denn er grinst zurück. Die jungen Leute haben noch viel vor und es sieht ganz danach aus,als ob dieses Freizeitangebot von den Boizenburger Kindern und Jugendlichen nicht nur gut angenommen, sondern damit geradezu eine Lücke geschlossen wird. Auch die beiden Hamburger Brüder Claudius Holler und Daniel Plötz, die das Gelände und ein Drittel ihrer Werfthalle der Skaterinitiative preiswert zur Verfügung stellen, zeigten sich zufrieden mit der Entwicklung. „Wir wohnen zwar in Hamburg, aber wir sind immer öfter in Boizenburg und bringen Freunde und Bekannte mit.“

„Wir bekommen so viele Hilfsangebote von so vielen Leuten“, erzählt Max Schenk. „Ein Künstler hat sich bereit erklärt, für uns ein Logo zu gestalten, eine Metalband will kostenlos zu unserer offiziellen Eröffnung im Oktober spielen. Außerdem haben wir noch ein Gelände am Wasser bekommen, wo wir vielleicht einen Strand mit Bar einrichten, mal sehen.“ Da hat Zukunft begonnen.

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