zur Navigation springen
Hagenower Kreisblatt

23. November 2017 | 04:49 Uhr

Wittenburg : Der Schlamm kommt endlich weg

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Lösung für Wittenburger Schwimmteich gefunden. Spezialgerät saugt Schwebeteilchen aus dem Wasser ohne Folie zu zerstören

von
erstellt am 05.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Bereits seit mehreren Jahren zerbrechen sich die Wittenburger den Kopf darüber, wie der Schwimmteich von seinem Schlamm befreit werden kann. Nun endlich sei eine Lösung gefunden worden, berichtet Volkmar Knabe, Sachgebietsleiter Gebäude- und Liegenschaftsverwaltung Wittenburg.

Eine Spezialfirma aus Niedersachsen habe ein Gerät entwickelt, das den unbeliebten Schlamm vom Boden aufsauge, ohne dass die Folie des Teiches kaputt gemacht wird. „Es ist eine Art Floß, das in das Wasser abgesenkt wird und über den Boden schwebt“, erklärt der Sachgebietsleiter. Durch einen Wasserstrahl werde der Schlamm erst aufgewirbelt und die Schwebeteilchen dann von einer Pumpe abgesaugt. Die Folie des Teiches werde dabei nicht beschädigt.

„Durch Zufall sind wir auf diese Firma gestoßen“, so Knabe. Spezialisiert sei die Pumpe vor allem auf Klärwerks-Gruben. Auch hier sei die Entschlammung eine kleine Herausforderung – entweder muss das Becken komplett leergepumpt werden oder die Folie wird durch das Ausbaggern beschädigt und muss teuer ersetzt werden.

Ein ähnliches Problem besteht beim Schwimmteich in Wittenburg. Vor 15 Jahren wurde der Folienteich gebaut. Dass sich Schlamm auf dem Boden absetzen würde, war klar. „Jeder Teich hat Schlamm.“ Das Problem sollte sich jedoch eigentlich von allein beheben. Angedacht war, dass der Schlamm durch die Badegäste aufwirbelt und mit der Strömung abgetragen wird. „Das funktioniert auch, nur nicht im vollen Umfang“, erzählt Volkmar Knabe. Und so habe sich über die vergangenen 15 Jahre jede Menge Schlamm auf dem Boden des Teiches angelagert.

Gesundheitsschädigend sei der Schlamm nicht. „Das Wasser ist nach wie vor top“, bestätigt der Sachgebietsleiter. In dem Schlamm befinden sich Bakterien, die den Teich von Schadstoffen befreien. Aber die Sicherheit der Badegäste sei durch die Verunreinigung eingeschränkt. Durch die schlechte Sicht im Wasser bei aufgewirbeltem Sand seien die Badenden weniger gut zu sehen. „Im Nichtschwimmerbereich saugen wir den Schlamm schon seit einigen Jahren mit einem Schlammschlitten ab, den wir selbst gebaut haben“, erzählt Knabe weiter. Doch für den Tiefwasserbereich ist die Pumpe nicht stark genug.

Insgesamt 12    000 Euro investiert die Stadt für die Absaugung des Schlamms im Tiefwasserbereich. Vergangenen Mittwoch wurde das schwere Gerät ins Wasser gelassen, voraussichtlich morgen sollen die Arbeiten im 3000 Kubikmeter großen Teich abgeschlossen sein. Volkmar Knabe hofft, 70 bis 80 Prozent des Schlammes entfernen zu können. Wann und ob diese große Reinigungsaktion wiederholt werden muss, stehe noch nicht fest. „Man muss erst schauen, wie sich der Zustand des Teiches durch diese Aktion verbessert hat.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen