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Redefiner fuhr sich sechs Reifen kaputt : "Der Redefiner Weg muss gesperrt werden"

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Der Fall der Hebamme Marlies Brandt aus Kuhstorf mit den kaputt gefahrenen Reifen scheint kein Einzelfall zu sein. Mit der Veröffentlichung haben wir offensichtlich ein Thema losgetreten, dass viele Kraftfahrer bewegt.

svz.de von
erstellt am 18.Sep.2013 | 11:42 Uhr

Redefin/Kuhstorf | Der Fall der Hebamme Marlies Brandt aus Kuhstorf mit den kaputt gefahrenen Reifen scheint kein Einzelfall zu sein (SVZ berichtete). Mit der Veröffentlichung im Hagenower Kreisblatt haben wir offensichtlich ein Thema losgetreten, dass viele Kraftfahrer bewegt, die die Verbindungstrasse zwischen Kuhstorf und Redefin nutzten, und dort einen oder mehrere Reifen eingebüßt haben.

"Ich wurde nach dem Beitrag in der SVZ von etlichen Leuten angesprochen. Alle sagten sie mir, dass sie sich selbst ebenfalls dort einen Platten geholt haben. Ich bin alle die vergangenen Jahre dort lang gefahren und nichts ist passiert. Erst in den letzten zwei Jahren treten diese offensichtlichen Schäden auf", sagte Marlies Brandt gestern im Gespräch mit SVZ.

Auf unseren Beitrag hin hat sich Stefan Hellwig-Mantz aus Redefin in der Redaktion zu Wort gemeldet. "Ich habe mir sechs Reifen dort kaputt gefahren. Eine Reparatur kostet mich immerhin 140 Euro. Wenn ich nicht ewig weite Umwege fahren will, weil ja bekanntlich Warlitz dicht ist, nutzte ich die Abkürzung über diesen öffentlichen Weg. Allerdings habe ich jetzt aufgegeben, dort entlang zu fahren, weil mir das zu teuer wird", sagte er und zeigte einige der Rechnungen für die Reparatur der Reifen. Die Redefiner Bürgermeisterin Roswitha Böbel habe ihn an das Ordnungsamt des Amtes Hagenow Land verwiesen.

"Auf einer Ortsbegehung vor Ort mussten ich und auch ein Mitarbeiter vom Amt feststellen, dass dort Eisentei le im Weg vorhanden sind", erzählte der Geschädigte weiter mit dem Hinweis, dass er seinen Schaden an den kommunalen Schadensausgleich, einer Versicherung, melden soll. "Der kommunale Schadensausgleich kommt in meinem Fall nicht zum Tragen, weil die Firma ,Mut’, die die Straße pflegt, gesagt hat, dass sich dort keine metallischen Gegenstände befinden. Bei einem Vor-Ort-Termin habe ich vielmehr vom Amt Hagenow Land verlangt, dass der Weg endlich für den öffentlichen Verkehr gesperrt werden muss, angesichts der Gefahren. Wenn man sich nämlich einen Nagel einfährt, ist das ein schleichender Platten. Über diesen Weg fahren auch viele Pendler, die dann weiter auf der Autobahn unterwegs sind. Und wenn der Reifen aufgrund des Schadens zerfetzt, kann das tödlich ausgehen. Und das sei kein allgemeines Lebensrisiko, weil nämlich das Amt und die Gemeinden darüber Bescheid wissen, was sich dort im Straßenbelag befindet. In meinen Augen nimmt die zuständige Stelle in Kauf, dass sich aufgrund eines Schadens dort jemand tödlich verletzen kann. Das kann ich so nicht akzeptieren", lässt er seine Wut über die Situation im Gespräch mit SVZ raus.

Der Redefiner hatte die Absicht, bei der Polizei eine Anzeige gegen das Amt Hagenow Land zu erstatten, weil sich nach seinen Worten extrem viele Fahrzeugführer auf diesem Weg einen Platten eingefahren hätten. Doch so eine Anzeige sei auf diesem Wege nicht möglich. "Ich muss zivilrechtlich dagegen vorgehen. Und je nachdem, wie die Versicherung, der kommunale Schadensausgleich, jetzt reagiert, überlege ich, einen Rechtsanwalt einzuschalten. Denn so einfach, wie es von der Gemeinde Redefin hieß, ist das nicht mit dem Schadensausgleich", sagte er gestern im Gespräch.

Für Janine Holz, Fachbereichsleiterin beim Amt Hagenow Land, besteht jedoch kein Grund, irgend etwas am Status des Weges zu verändern. "Uns liegen bisher nur zwei offiziell gemeldete Fälle vor. Deshalb gibt es für uns keine neue Situation, auf die wir reagieren müssten. Wir machen darauf aufmerksam, dass es sich um einen unbefestigten Weg handelt und die Fahrzeugführer deshalb mit angepasster Geschwindigkeit dort unterwegs sein sollten", sagte sie gestern auf SVZ-Nachfrage.

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