Boizenburg : Der Lebensretter steckt in einer kleinen Plastedose

Klein aber oho. Sebastian Scholz, Michael Schilling und Harald Jäschke (v.l.n.r.) präsentieren die Notfalldose. Sie kann bei Einsätzen der Rettungsdienste Leben retten.
Klein aber oho. Sebastian Scholz, Michael Schilling und Harald Jäschke (v.l.n.r.) präsentieren die Notfalldose. Sie kann bei Einsätzen der Rettungsdienste Leben retten.

Notfalldose vom ASB soll dem Rettungsdienst die wichtigsten Informationen beim Einsatz liefern

svz.de von
04. Januar 2018, 12:00 Uhr

„Helfen Sie den Lebensrettern vom Notdienst.“ So oder ähnlich könnte das Motto eines Projektes lauten, welches mit dem heutigen Tag startet.

Gemeint ist die Notfalldose. Sie erleichtert den Rettungsdiensten ihre Einsätze. In ihr befindet sich nämlich ein gefaltetes Formular mit wichtigen Angaben zur Person. Variierend können dem Formular auch noch weitere Dokumente wie zum Beispiel ein vom Hausarzt ausgehändigter Medikationsplan hinzugefügt werden. Die Retter können dann im Ernstfall die wichtigsten Informationen schnell einsehen und dementsprechend handeln.

„Oft haben die Mitarbeiter des Rettungsdienstes das Problem im Einsatz, dass Menschen nicht wissen, was sie für Medikamente nehmen oder aber sie vergessen aufgrund der besonderen Notfallsituation wichtige Angaben zum Gesundheitszustand bzw. Vorerkrankungen. Das behindert dann die Erstversorgung der Patienten“, berichtet Michael Schilling, der Hauptgeschäftsführer des ASB.

Des Weiteren enthält der kleine Lebensretter zwei Aufkleber. Sie dienen dem schnellen Auffinden der Dose. Angedacht ist, dass ein Aufkleber jeweils gut ersichtlich an der Innenseite der Eingangstür angebracht wird. Der andere wird dann dort befestigt, wo sich die Notfalldose befindet. Optimal hierfür sei der Kühlschrank. „Dieser ist in den meisten Haushalten vorhanden und leicht zu finden“, so Schilling.

„Entstanden ist dies alles aus der Praxis“, berichtet Schilling. Bürgermeister Harald Jäschke fügt hinzu: „Die Aktion ist beim Weihnachtsrundgang im Jahr 2016 vom ASB thematisiert wurden.“ Zugleich freut er sich über die schnelle Umsetzung dieses Vorhabens.

Die Mitglieder des ASB erhalten dieses nützliche kleine Gefäß kostenfrei. Wobei zunächst die Älteren in den Einrichtungen versorgt werden. „Es sollen sich aber alle Bevölkerungsteile angesprochen fühlen“, betont Schilling. „Man weiß ja nie, wie es einmal kommt“, fährt er fort.

So haben auch Nichtmitglieder die Möglichkeit, sich diesen kleinen Lebensretter anzuschaffen. Für einen symbolischen Wert von einem Euro ist er sowohl in der Boize-Apotheke in der Boizenburger Altstadt, als auch in der Sude-Apotheke am Bahnhof erhältlich. Darauf weist Sebastian Scholz von den Elbetal-Apotheken hin. Dieses Netz sei noch ausbaufähig. Darin sind sich alle Beteiligten einig.

Außerdem ist eine fortlaufende Einweisung in die Thematik geplant, so dass diese sinnvolle Aktion auf eine große Zustimmung trifft und schnell eine weitere Verbreitung findet.

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