Die beliebten 20 Fragen zum Wochenende : Der große Traum von der Weltreise

„Sladi“ auf der Dachterrasse des „Alten Kinos“ in Hagenow, mit Bick auf den Kirchturm.
„Sladi“ auf der Dachterrasse des „Alten Kinos“ in Hagenow, mit Bick auf den Kirchturm.

Für den Hagenower Sakarjan „Sladi“ Wahram sind Familie und Freunde das Wichtigste im Leben / Er liebt gutes Essen aus allen Ländern

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13. Juni 2015, 08:00 Uhr

Mit Reis und Salat auf einem Teller oder als schneller Imbiss in einem Fladenbrot auf die Hand - nichts polarisiert die Deutschen wohl mehr als ein Döner. Denn, entweder liebt man diese türkische Spezialität oder man hasst sie. Leidenschaftlich.

Sakarjan Wahram, eher in Hagenow stadtbekannt unter dem Spitznamen „Sladi“, ist der Eigentümer des „Toros City.“ 1987 kam der aus Armenien Stammende mit seinen Eltern nach Deutschland und lebte anfangs in Schwerin, bevor er sich in das einstige Ackerbauernstädtchen verliebte und seinen Lebensmittelpunkt ohne zu zögern hierher verlegte.

Mit einer kleinen Döner-Bude begann in der Langen Straße die berufliche Laufbahn für Sakarjan in Hagenow. Vor wenigen Jahren kaufte er das Eckhaus Lange Straße/Wasserstraße und eröffnete seinen Schnell-Imbiss und die Cocktailbar, einen Stock höher. Mittlerweile hat sich der Familienvater über die Jahre etablierte und ist aus dem Stadtbild nicht mehr weg zu denken.

Vor kurzem erwarb Sladi auch das „Alte Kino“ in der Hagenstraße, das er wiederbeleben will. Darüber werden sich sicher nicht nur die Hagenower freuen. Die ursprüngliche Bowlingbahn soll einen neuen Charakter bekommen. Darin soll sich unter anderem das alte Hagenow widerspiegeln. Mehr möchte er jedoch noch nicht verraten.

SVZ-Mitarbeiter Christian Kleiber stellte dem 32-Jährigen im „Alten Kino“ die beliebten Fragen zum Wochenende.


Wie lautet Ihr Lebensmotto?
 Ich habe mehrere. Wenn man helfen kann, dann hilf auch. Wenn nicht, dann störe nicht. Gefährliches Halbwissen, bringt keinen weiter.


Wo ist Ihr Lieblingsplatz? 
Ich habe viele Plätze, wie zu Hause bei meiner Familie, am Mühlenteich oder die Dachterrasse des „Alten Kinos“.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mein erstes Geld verdiente ich in Schwerin mit dem Mähen von Rasen.

Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Ich habe für ein neues Fahrrad gespart und mir dieses schließlich für 249 Westmark in Schwerin gekauft.

Wo findet man Sie am ehesten?
Im „Toros City“ oder im „Alten Kino“.

Was stört Sie an anderen?
Menschen, die unbelehrbar sind.

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Hrant Dink, ein armenischer Journalist, der am 19. Januar 2007 in der Türkei in Istanbul ermordet wurde. Er brach erstmals das Tabu und berichtete in einer türkischen Zeitung, die wöchentlich erschien, über den Völkermord an den Millionen Armeniern.

Was würden Sie gerne noch können?
Mehr Zeit mit meiner Familie verbringen.

Was bedeutet Ihnen persönlich Glück?
Dass meine Liebsten wohl auf sind und vor allem gesund bleiben.

Wen würden Sie gerne mal treffen?
Putin, Merkel und Obama, um sie zu fragen, ob es wirklich keine Möglichkeiten für einen Weltfrieden gibt?

Was findet man immer in Ihrem Kühlschrank?
Eigentlich von allem genug, es kann jederzeit passieren, dass unerwartet Freunde zu Besuch kommen.

Wenn Sie kochen oder essen gehen, welche Küche bevorzugen Sie?
Gutes Essen hat kein Herkunftsland. Wenn etwas mit Liebe und Können zubereitet wurde, esse ich gerne – egal aus welcher Kultur es stammt.

Worauf könnten Sie niemals verzichten?
Auf mein Keyboard – es heilt meine Seele.

Welchen Traum wollen Sie sich noch erfüllen?
Ich würde gerne eine Weltreise machen.

Können Sie sich mit nur einem Wort beschreiben?
Ehrlich.

Wo ist für Sie Heimat?
In Armenien zu Hause und in Hagenow daheim.


Wenn Sie drei Wünsche frei hätten?
Ich wünsche mir eine bessere Welt für alle Menschen, dass keiner hungern muss, vor allem nicht kleine Kinder. Und, dass sich Menschen, egal aus welcher Kultur sie kommen, respektieren und akzeptieren.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Ich habe früher viel gelesen, aber im Moment finde ich einfach keine Zeit mehr dafür.

Verraten Sie uns etwas, was kaum jemand über Sie weiß?
Als ich klein war, wollte ich gar nicht nach Deutschland. Heute bin ich jedoch froh, dass es dazu gekommen ist.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen?
Katrin Brüch von Mien Brill Augenoptik aus Hagenow.

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