Jugendarbeit in Neuhaus : Der Geldtopf ist noch voll

Nur zwei Räume wurden als Lager angemietet.
Nur zwei Räume wurden als Lager angemietet.

Über die Schwierigkeit, 10 000 Euro für offene Jugendarbeit noch bis zum Jahresende auszugeben

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26. November 2015, 06:00 Uhr

Es gibt einen Geldtopf in der Gemeinde, in den noch gar nicht gegriffen  wurde. Er ist mit 10000 Euro für die offene  Jugendarbeit gefüllt und noch jeder Cent dieser Summe ist drin.  Die Mitglieder des Ausschusses für Jugend, Soziales, Schule und Kultur machten sich während ihrer jüngsten Sitzung Gedanken darüber, wie man mit diesem Geld noch Kindern und Jugendlichen knapp vor Jahresende etwas Gutes tun könnte.

Doch so leicht ist es nicht, denn das Geld darf nur in der offenen Jugendarbeit ausgegeben werden, also nicht in einem Verein. Ein Angebot müsste allen Kinder und Jugendlichen gemacht werden und es darf nicht für eine Investition ausgegeben werden, sondern nur für ein Projekt und dafür anfallenden Personalkosten. Daniela Weidler (CDU), die Vorsitzenden des Ausschusses machte den Vorschlag, im Rahmen des Weihnachtsmarktes noch etwas auf die Beine zu stellen. Von Manfred Ickert kam die Idee, die Weihnachtsfeier des TV für alle Kinder zu öffnen. Keine schlechte Idee, befand man, doch wo sollte die statt finden. Wer würde die Turnhalle, sollte hier etwas geschehen, ein- und wieder ausräumen. Die Gleichstellungsbeauftragte Astrid Ottliczky schlug vor, etwas Hochwertiges anzubieten, zum Beispiel eine Busfahrt ins Theater. Auch ein gute Idee, aber gibt es jetzt zu Jahresende noch Kapazitäten bei Busunternehmen, gibt es noch Karten für Vorstellungen, wer organisiert, wer fährt mit und übernimmt die Verantwortung für ihm völlig fremde Kinder? Fazit: alle wollten noch einmal nachdenken, aber im Grunde sei man zu spät dran. Trotzdem sollen im nächsten Jahr wieder für die offene Jugendarbeit 10000 Euro in den Haushalt eingestellt werden.

Aus einer weiteren, schönen Idee wird leider auch nichts. Das Konzept, das ehemalige Sozialkaufhaus anzumieten als Begegnungsstätte  für Kinder, Jugendliche und Flüchtlinge sei zwar begrüßenswert, aber man könne die Gemeinde finanziell dabei nicht unterstützen, kam als Antwort vom Landkreis Lüneburg. Die Gemeinde hat inzwischen lediglich zwei Räume in dem Gebäude angemietet, um   gespendete Möbel, Kleidung  und anders für die in Neuhaus wohnenden Flüchtlinge trocken lagern zu können.

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